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Verkauf des insolventen Holzkraftwerkes Eberswalde gescheitert

Alle Wirtschaftlichkeitsberechnungen für den Weiterbetrieb des Holzkraftwerkes Eberswalde (Hokawe), die der Landkreis Barnim anstellen ließ, stützen sich auf den alten Holzlieferungsvertrag mit dem Landesbetrieb Forst Brandenburg. Einer Überleitung des bisherigen Vertrages zwischen dem Land Brandenburg und dem Hokawe über die Lieferung von Energieholz mit den bisherigen Konditionen an den neuen Betreiber, die Barnimer Energiegesellschaft (BEG), hat das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft nicht zugestimmt. Detailliert berichtet die Onlineausgabe der Märkischen Oderzeitung vom 31. Mai 2012:

Der Holzlieferungsvertrag müsste durch Erklärung des Landes neu abgeschlossen werden. Dies sei dem Ministerium insbesondere aus folgenden Gründen nicht möglich:
• Die Rahmenvereinbarung zwischen der Landesforstverwaltung Brandenburg und dem Hokawe sah die Lieferung von jährlich 150000 Kubikmeter Energieholz bis zum Jahre 2021 vor. Zu diesem Vertrag gibt es seit April die Beschwerde eines heimischen Holzverarbeiters bei der EU-Kommission wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht, zu der das Land bis zum 6. Juni eine Stellungnahme abgeben muss.
• Weitere Gründe, den Holzliefervertrag nicht fortzuführen, sieht das Ministerium in den gestiegenen Holzpreisen und der wachsenden Nachfrage nach allen Holzsortimenten aus dem Landeswald. Mit Blick auf den Landeshaushalt könne man nicht einfach auf Einnahmen zugunsten eines Landkreises verzichten.
• Dem Lankreis Barnim wurde ein neuer Vertrag angeboten (Lieferung von jährlich 80000 Rm Energieholz aus einem Radius von 200 km zu marktüblichen Preisen, Laufzeit fünf Jahre), der mit der Begründung abgelehnt wurde, dass die Wirtschaftlichkeitsberechnungen für den Weiterbetrieb des Hokawe auf dem alten Vertrag beruhten.

 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
www.moz.de

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