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Vereinigung der Rundholzhändler und Forstdienstleister verabschiedet Leitbild

Vereinigung der Rundholzhändler und Forstdienstleister verabschiedet Leitbild

Die „Vereinigung der Rundholzhändler und Forstdienstleister e.V.“ (VRF) mit Sitz in Emmering verabschiede Mitte Juli 2014 ihr Leitbild und Geschäftsstandards. 
Wenn es nach den Vorstellungen der Rundholzhändler und Forstdienstleister geht, dann werden sich ihre künftigen Rundholzgeschäfte am Rahmen eines einheitlichen Regelwerks orientieren. Dazu fassten kürzlich die Mitglieder der Vereinigung in ihrer Mitgliederversammlung im Holzwerk Binder in Fügen im Zillertal den entsprechenden Beschluss.
In den allgemeinen Standards definieren sich die Rundholzhändler und Forstdienstleister als verlässliche Partner den Waldbesitzern und Rundholz verarbeitenden Betrieben gegenüber, indem sie einen maßgeblichen Anteil der verfügbaren Holzmenge auf den Markt bringen. Ihnen liegt insbesondere daran, einen weiteren Beitrag zur Transparenz leisten und Vertrauen erzeugen zu können. Langjährige Geschäftsbeziehungen werten sie zwar als Indiz, wie Umfragen auch bestätigen, für ihre Zuverlässigkeit bei Holzgeschäften und der durchgängigen Versorgung der Sägewerker und Holzindustrie mit Rundholz.
Sie sehen aber gleichermaßen die Notwendigkeit, dass alle Anstrengungen unternommen werden müssen, um diese Position zu halten. Über eine offene Kommunikation und fachlich kompetente Information der Kunden durch gut ausgebildetes Personal wollen sie die Basis für eine Weiterentwicklung der vertrauensvollen Zusammenarbeit schaffen. Sie garantieren den Holzabsatz – auch von Kleinmengen – zu marktgerechten Preisen, eine zuverlässige Abwicklung und sichere Liquidität.
Sie streben eine wirtschaftliche Nutzung des Waldes nach ökologischen Grundsätzen an und legen großen Wert auf eine nachhaltige Wertschöpfung. Pauschale Flächenstilllegungen können aus diesem Grund nicht unterstützt werden, da sie kontraproduktiv sind und den langfristigen Schutzabsichten nicht dienen. Vielmehr setzen sie sich das Ziel, den Wald gesund zu erhalten, was sie bei ihren Forsteinsätzen mit Arbeitsverfahren erreichen wollen, indem sie auf einen möglichst schonenden Umgang mit Baumbestand und Waldboden achten.
Rundholzhändler und Forstdienstleister sind sich darin einig, dass Geschäfte mit Rundholz nachvollziehbar ablaufen müssen. Als regelmäßige Bedingung erklären sie, dass Leistungen mit den Kunden und Lieferanten auf der Basis eines Vertrages mit Angaben zur Holzmenge, dem Preis und der Abrechnung vereinbart werden sollen. Um eine möglichst objektive und nachvollziehbare Ermittlung der gelieferten Holzmenge sicherstellen zu können, kommen Verfahren der Waldmaßermittlung und Werksmaßermittlung zur Anwendung. Grundlage der Abrechnung sind eine protokollierte Sortenzusammenstellung und die Holzliste.
Mit ihren Standards setzen die Rundholzhändler und Forstdienstleister ein deutliches Zeichen in Richtung eines offenen und fairen Wettbewerbs. Wie der Vereinsvorsitzende Johann Ametsbichler erklärte, bestehe auf einem konkurrierenden Markt die Notwendigkeit, sich bei der Abwicklung von Geschäften im Rundholzhandel auf transparente Praktiken zu konzentrieren, die normierten Standards gehorchen. In diesem Punkt sehe er die Chance der Kooperation mit Interessensvertretern der Branche und er setze auf die Diskussion von Problemen mit grundsätzlicher Bedeutung. Die verantwortungsbewusste Nutzung des Waldes nach ökologischen Gesichtspunkten müsse ein besonderes Anliegen sein, zumal der Wald als Rohstofflieferant die entscheidende Grundlage unserer beruflichen Tätigkeit bilde.
VRF

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