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Verbesserter Schutz des Rotmilans in Brandenburg

Das Brandenburger Umweltministerium hat Ende September Änderungen der so genannten Tierökologischen Abstandskriterien (TAK) und Änderungen im Niststättenerlass vorgenommen. Dadurch soll der Rotmilan besser geschützt werden.

In Brandenburg sorgen etwa 1.800 Paare des Rotmilans (Milvus milvus) für Nachwuchs, ein Zehntel des deutschlandweiten Bestands. In ganz Europa leben 50.000 bis 67.000 Gabelweihen, wie der Rotmilan auch genannt wird.

Ursprünglich ging man davon aus, dass sein Fortbestand nicht gefährdet ist, zumal in Brandenburg die großflächigen Landschaftsschutzgebiete nicht für die Windenergienutzung zur Verfügung stehen. Folglich fehlte es an seiner Berücksichtigung im Rahmen der Tierökologischen Abstandskriterien des Landes Brandenburg, mit denen zum Schutz gefährdeter Arten ein Mindestabstand zwischen dem Horst und der Windenergieanlage festgelegt werden kann.

Mindestabstand von Windkraftanlagen 1.000 m

Die nun erfolgte Aufnahme des Rotmilans in die Tierökologischen Abstandskriterien mit einem aus der Praxis abgeleiteten Mindestabstand von 1.000 m ist aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse erforderlich. So haben auch Untersuchungen der Staatlichen Vogelschutzwarte beim brandenburgischen Landesamt für Umwelt bestätigt, dass er eines der häufigsten Schlagopfer an Windenergieanlagen ist. Unter anderem deshalb ist der Status des Rotmilans seit Jahren vermehrt zum Thema von rechtlichen Auseinandersetzungen geworden.

Mit der Aufnahme des Rotmilans in die TAK ist keine Neubewertung bestehender Regionalpläne verbunden. Damit wird aber sowohl den Genehmigungsbehörden als auch den Regionalen Planungsgemeinschaften die Bearbeitung von Einwendungen in laufenden Verfahren erleichtert.

Schon mehrfach gab es Berichte, dass Niststätten gestört oder beseitigt wurden, um Einfluss auf Genehmigungsvoraussetzungen auszuüben. Zukünftig bleibt eine illegale Beseitigung eines Horsts nicht nur strafbar, sondern hat auch keine Auswirkungen auf das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren. Die Nistreviere behalten vielmehr ihre funktionale Bedeutung, weil davon auszugehen ist, dass ein Ersatzhorst in der Nähe angelegt wird.

Red./Quelle: MLUL Brandenburg

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