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Verbände mit Forderungen zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft

Deutschland hat am 1. Juli die EU-Ratspräsidentschaft von Kroatien übernommen. Vor allem die Corona-Pandemie und die Bewältigung ihrer Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft werden die Regierenden das nächste Halbjahr beschäftigen. Der Deutsche Forstwirtschaftrat (DFWR) fordert, gerade jetzt den Klimaschutz nicht aus dem Blick zu verlieren. Ähnlich argumentiert der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH).

Nachhaltige Waldbewirtschaftung

Die Erreichung der globalen Klimaziele könne nur gemeinsam mit der Forst- und Holzwirtschaft in Europa gelingen, betont DFWR-Präsident Georg Schirmbeck. In der EU-Ratspräsidentschaft müsse es darum gehen, die Weichen für eine gestärkte und ganzheitliche EU-Waldstrategie zu stellen – von der Biodiversität bis hin zum Klimaschutz. Denn nur mit einer aktiven, nachhaltigen und multifunktionalen Waldbewirtschaftung können alle gesellschaftsrelevanten Leistungen erbracht und ein Beitrag für eine nachhaltige Wirtschaft und gesunde Lebensgrundlage geschaffen werden, so Schirmbeck.

Bislang fokussiere der Green Deal der Europäischen Union jedoch sehr einseitig auf die Unterschutzstellung von Flächen, unter Bezug auf die Biodiversitätsstrategie. Eine nachhaltige und multifunktionale Waldbewirtschaftung jedoch schaffe die notwendige Balance zwischen den vielfältigen Interessen und halte den Wald in Funktion. Zu diesem Gesamtbild gehören auch die Arbeitsplätze in der Forst- und Holzwirtschaft.

Waldwirtschaft und Holzverwendung fördern

Auch der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) mahnt die richtigen Weichenstellungen, mit denen Deutschland und Europa gestärkt aus der Krise kommen können. Mit dem European Green Deal, den Arbeiten zur digitalen Zukunft, dem Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft sowie der Agenda für Forschung und Innovation habe sich Europa auf einen nachhaltigen Weg verständigt.

Die Säge- und Holzindustrie könne ein wichtiger Partner auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft sein, sagt DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt im Hinblick auf die bevorstehenden Aufgaben. Sie leiste nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur Sicherung von Wertschöpfung und Beschäftigung in den ländlichen Regionen. Studien zeigen, dass die Industrien aus der Branche Forst und Holz die CO2-Emissionen in Europa jährlich um 20 % senken. Die Förderung der Waldbewirtschaftung und Holzverwendung könne einen zentralen Beitrag leisten, gemeinsam und zukunftsgerichtet die Herausforderungen der Pandemie und des Klimawandels zu bewältigen.

DFWR/DeSH/Red.

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