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VDS zum EU-Verbot des Handels mit illegal geschlagenem Holz

Das EU-Parlament hat nach Abstimmung mit dem Rat der EU am 7.7.2010 einem Verbot des Verkaufes von illegal geschlagenem Holz zugestimmt. Das Verbot wird voraussichtlich Ende 2012 in Kraft treten. Der Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie (VDS) begrüßt einerseits die klare Haltung des EU-Parlaments. Von den Auswirkungen ist auch die deutsche Sägeindustrie betroffen, wenn sie mit ihrem aus nachhaltiger Forstwirtschaft erzeugtem Schnittholz bzw. die daraus gefertigten Produkte gegen illegales Holz konkurrieren muss. Andererseits enthält der Beschlusstext umfangreiche Vorgaben, die von allen beim Inverkehrbringen von Holz und Holzerzeugnissen in der EU sowie auch dem Handel einzuhalten sind. Hier wird der VDS in nächster Zeit Handreichungen für die klein- und mittelständischen Sägewerke entwickeln, die mit den Sorgfaltspflichten bzw. Informationspflichten überfordert werden, zumal sie sich in aller Regel aus einheimischem, auf gesetzlicher Grundlage erzeugtem Holz bedienen und für die illegal geschlagenes Holz ein Fremdwort ist.
Da das Inverkehrbringen von illegal geschlagenem Holz verboten wird, unterliegt jeder, der Holz oder Holzerzeugnisse erstmalig in Verkehr bringt, sei es als Importeur in die EU oder als Produzent innerhalb der EU, besonderen Sorgfaltspflichten. Diese Sorgfaltspflichten umfassen Angaben über die Holzart, des Land des Holzeinschlages, ggf. mit Region und Konzession, Menge, Lieferant sowie Abnehmer und Nachweise, dass das Holz den geltenden Rechtsvorschriften entspricht. Ferner ist ein Risikobewertungsverfahren vorzunehmen, mit dem er das Risiko illegalen Holzes bewerten und analysieren kann. Im Handel mit Holz und Holzerzeugnissen innerhalb der EU besteht die Verpflichtung, die Rückverfolgbarkeit in der gesamten Lieferkette sicherzustellen. Insbesondere muss der Lieferant wie auch der Abnehmer benannt werden können. Die Unterlagen hierzu sind fünf Jahre aufzubewahren.

 

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