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Wellpappenindustrie: Hohes Absatzwachstum setzt sich fort

Im dritten Quartal 2017 haben die Mitglieder des Verbandes der Wellpappen-Industrie (VDW) in der arbeitstäglichen Betrachtung 5,5 % mehr Wellpappenprodukte abgesetzt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, nämlich insgesamt 1,99 Mrd. Quadratmeter. In der Summe beläuft sich der Wellpappenabsatz von Januar bis September 2017 auf 5,88 Mrd. Quadratmeter; in den ersten drei Quartalen 2016 waren es 5,70 Mrd. Quadratmeter.

„Das Mengenwachstum liegt damit deutlich über unserer Prognose vom Anfang des Jahres“, sagt Dr. Oliver Wolfrum, Geschäftsführer des VDW. Der Wert übertrifft auch die Einschätzung der Wirtschaftsforschungsinstitute im aktuellen Herbstgutachten, die für die deutsche Wirtschaft mit einer arbeitstäglich bereinigten Wachstumsrate von 2,2 % rechnen. Weil die Experten den privaten Konsum als wichtigsten Impulsgeber für das volkswirtschaftliche Wachstum bewerten, ist auch Wolfrum optimistisch: „Konsumgüter, die in den Verkauf gehen, müssen transportiert und verpackt werden: in zwei Dritteln aller Fälle in Wellpappe.“ Im Online-Handel mit seinen hohen Wachstumsraten (9 % im dritten Quartal 2017) sehen die VDW-Mitglieder einen weiteren wichtigen Treiber in der Nachfrage nach Wellpappenverpackungen.

Keine Entspannung auf der Kostenseite

Sorgen bereitet der Wellpappenindustrie nach wie vor der Kostendruck durch den wichtigsten Rohstoff der Branche, das Papier. Zwar haben die Preise für einige Altpapiersorten in den vergangenen Wochen leicht nachgegeben, wodurch die Kostensteigerungen für Recyclingpapiere zuletzt etwas moderater ausfielen. Über alle Papiersorten übersteigt jedoch seit geraumer Zeit die Nachfrage das Angebot bei weitem. Daher geht Wolfrum davon aus, dass es in absehbarer Zeit keine Entspannung auf der Kostenseite geben wird.

VDP

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