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VDP: Die deutsche Papierindustrie bleibt Wachstumsbranche

Der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) hat den Leistungsbericht „Papier 2011“ vorgelegt. Er präsentiert die Zahlen zur Jahresproduktion 2010 von Papier, Karton und Pappe. Der Präsident des VDP, Dr. Wolfgang Palm, einleitend: „Die Jahresproduktion von Papier, Karton und Pappe in Deutschland stieg 2010 um 11 % auf 23,2 Mio. t und lag damit wieder über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2008. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass die deutsche Papierindustrie weiterhin zu den Wachstumsbranchen zählt.“

Die deutsche Papierindustrie bleibt im weltweiten Vergleich weiterhin die Nummer vier nach China, den USA und Japan sowie die Nummer eins in Europa.

Träger der Papierkunjunktur war das Auslandsgeschäft. Mit 15 % wuchs der Auslandsumsatz deutlich stärker als der Inlandsumsatz mit einem Plus von 6 %.

Insgesamt stieg der Branchenumsatz im Jahr 2010 um 17 % auf 14,4 Mrd. €. Die Kapazitäten der deutschen Papierindustrie nahmen insgesamt um 5 % zu.

Die Ergebnisse der Unternehmen werden jedoch durch explodierende Rohstoffkosten stark belastet. Im Jahresdurchschnitt 2010, so VDP-Hauptgeschäftsführer Klaus Windhagen, sind die Preise für Altpapier um über 80 % und die für Zellstoff um fast 70 % auf ein Langzeithoch gestiegen. Preissteigerungen gab es gleichwohl bei den Hilfsstoffen. Der Branche ist es nicht gelungen, die Kostenzuwächse über die Papierpreise an die Kundschaft weiterzugeben.

Für das Jahr 2011 wird erwartet, dass sich Produktion und Absatz weiter positiv entwickeln. Der Export wird die Stütze der deutschen Papierindustrie bleiben.

Der Leistungsbericht „Papier 2011“ des VDP erscheint in diesem Jahr erstmalig in Deutsch und in Englisch. Er präsentiert neben den Zahlen zur Jahresproduktion 2010 als Werbeträger des Verbandes erneut auch, was beim Thema Papier, Druck und Layout auf hohem Niveau machbar ist. Bezugsmöglichkeiten bestehen über den Bereich Öffentlichkeitsarbeit des VDP (Preis 25 €).
 

VDP/fp

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