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VDP begrüßt Klarstellungen des FSC zur Online Claims Platform

Der Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) begrüßt das Abrücken des FSC von seinen ursprünglichen Plänen zur Nutzung erfasster Daten der Online Claims Platform (OCP) für Marktanalysen. Offenbar zieht der FSC damit die Konsequenzen aus den deutlich gewordenen rechtlichen Mängeln des Systems. Wie den Äußerungen von Vertretern des FSC in den vergangenen Tagen zu entnehmen gewesen ist, war bislang geplant, Daten der teilnehmenden Unternehmen durch FSC selbst und/oder Dritte auszuwerten.
Vom Tisch ist die Datennutzung jedoch noch nicht. So haben die teilnehmenden Unternehmen keinen Vollzugriff auf die Daten anderer Teilnehmer. Zugriff haben aber der FSC und die von ihm beauftragten Dienstleister, sowie Dritte gemäß der in den AGB aufgeführten, umfangreichen Ausnahmen. Sie behalten sich sogar vor, diese Daten für Werbezwecke zu nutzen. Außerdem ist laut FSC-Informationen das Kontaktieren des Geschäftspartners auf der OCP bereits in der Testphase möglich, selbst wenn der Partner eines Unternehmens noch nicht freigeschaltet ist. Auch können bereits Warenlieferungen als Anfrage an den Partner verschickt werden. Geschäftsbeziehungen und Details zu den Warenströmen werden also bereits jetzt offen gelegt.
Nach wie vor vermisst der VDP auch eine plausible Begründung des FSC für die Einführung der OCP. Vielmehr betont der FSC nunmehr sogar selbst, dass der Nutzen marginal sei. Bis heute hat der FSC auch keinerlei Belege für die als Begründung für die OCP-Einführung genannten falschen Claims liefern können.
Der VDP befürchtet durch das Festhalten an der OCP einen massiven Glaubwürdigkeitsverlust des FSC. Dazu trage auch die unzureichende Kommunikation des FSC bei. Festzuhalten bleibt auch, dass von den über 27.000 FSC-Zertifikatehaltern weltweit nur ein Bruchteil (etwa 150 Unternehmen) bereit ist, an der OCP teilzunehmen. Der VDP fordert daher weiter eine sofortige Aussetzung der OCP-Einführung.
VDP

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