ABO
VDI Richtlinie zur Lagerung von Holzpellets beim Verbraucher

VDI Richtlinie zur Lagerung von Holzpellets beim Verbraucher

Holzpellets sind erst seit 1996 offiziell als Brennstoff in Deutschland zugelassen, haben sich inzwischen aber als nachhaltiger und klimafreundlicher Energieträger fest auf dem Markt etabliert. Ihre Nutzung hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Die Lagerung des Energieträgers ist allerdings nicht unproblematisch, da Kohlenmonoxid-Ausgasungen aus den Pellets und Rückströmungen aus Brennern in den Lagerraum vereinzelt zu Unfällen geführt haben.
Die neue Richtlinie VDI 3464 (September 2015) legt Anforderungen an Ausführung und Ausstattung von Pelletlagern bei Verbrauchern ab einem Fassungsvermögen von etwa 0,5 t bis zu etwa 100 t sowie an die Herstellung und Anlieferung der Pellets fest, um mögliche Gesundheitsgefahren auszuschließen.
Diese Anforderungen dienen insbesondere der Minderung der Ausgasungen aus den Pellets und der Vermeidung gesundheitsgefährdender Kohlenmonoxid-Konzentration im Lagerraum. Sie basieren auf der ausschließlichen Verwendung von Pellets gemäß DIN EN ISO 17225 1 und 2. In Lagerräumen mit Füllmengen von bis zu 10 t ist das Risiko mit einfachen Maßnahmen zu entschärfen. Für größere Pelletlager (über 10 t) werden weitergehende Maßnahmen empfohlen. Gesetzliche Regelungen zu Lagerräumen zum Beispiel aus dem Baurecht müssen unabhängig von den Empfehlungen dieser Richtlinie beachtet werden.
Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) stellt mit der VDI 3464 eine einheitliche und rechtssichere Planungs- und Verhandlungsgrundlage zur Verfügung. Die Richtlinie richtet sich an Personen, die ein Pelletlager oder eine Pelletheizung errichten, betreiben oder überwachen. Herausgeber der Richtlinie VDI 3464 „Lagerung von Holzpellets beim Verbraucher – Anforderungen an Lager sowie Herstellung und Anlieferung der Pellets unter Gesundheits- und Sicherheitsaspekten“ ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN.
Red./VDI

Auch interessant

von