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Neue VDI-Richtlinie zur Pelletlagerung erschienen

Neue VDI-Richtlinie zur Pelletlagerung erschienen

Beim Heizen mit Holzpellets ist ein reibungsloser Betriebsablauf nicht nur von der Gerätetechnik, sondern auch von der Lagerraumgestaltung abhängig. Die neue Richtlinie VDI 3464 „Emissionsminderung; Lagerung von Holzpellets beim Verbraucher Anforderungen an das Lager unter Sicherheitsaspekten“ gibt nun erstmals einen umfassenden und verlässlichen Überblick zum Thema. Sie ist vor allem für Betreiber und Planer von großen Pelletfeuerungen wichtig. Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) war bei dem Expertengremium zur Erarbeitung der neuen VDI-Richtlinie maßgeblich beteiligt.

VDI-Richtlinie zur Lagerung von Holzpellets beim Verbraucher

Die neue VDI-Richtlinie 3464 legt Anforderungen an Ausführung und Ausstattung von Pelletlagern bis zu einem Fassungsvermögen von etwa 100 t sowie an die Anlieferung der Pellets fest. Lagerräume für Holzpellets sind außer für zweckgebundene Tätigkeiten wie Reinigung oder bei Störungen nicht zum Betreten gedacht. Durch Fehlfunktionen von Heizungen, aber auch durch natürliche Emissionsvorgänge von Holzpellets kann es in Lagern zu unangenehmen Gerüchen oder sogar zu einer gesundheitsschädlichen Gasentwicklung kommen. Auch wenn normalerweise keine gesundheitliche Gefahr besteht, kann dies nie ausgeschlossen werden.

In Lagerräumen mit Pelletmengen bis zu 10 t ist das Risiko mit einfachen Maßnahmen zu entschärfen. Auf jeden Fall sollte vor dem Betreten der Lagerraum für 15 Minuten gelüftet werden. Als weitere Sicherheitsmaßnahme wird in der nun im Gründruck veröffentlichten VDI-Richtlinie zum Einsatz belüfteter Deckel auf den Füll- und Absaugstutzen im Außenbereich des Hauses geraten. Diese Deckel, die schon seit längerem von Heizungsherstellern, Pellethändlern und vom Deutschen Pelletinstitut vertrieben werden, ermöglichen einen natürlichen Luftaustausch, wodurch sowohl Geruchsbelästigung als auch Gaskonzentrationen unterbunden werden. Daher appelliert der DEPV an alle Pelletkunden, herkömmliche gegen belüftete Deckel auszutauschen. Für größere Pelletlager (>10 t bzw. >40 t) werden weitergehende Maßnahmen vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) empfohlen.

Informationsplattform Planung und Betrieb größerer Pelletfeuerungen

Die zunehmende Nachfrage nach großen Pelletfeuerungen (>100 kW) bringt eine Fülle von Fragestellungen rund um Brennstoffversorgung, Lagersicherheit und Betrieb mit sich. Zur Verbesserung des Informationsstandes zum Thema bietet das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) ab Herbst 2012 für Betreiber und Planer eine Informationsplattform, die mit zwei Veranstaltungen am 23. und 24. Oktober in Würzburg und Bielefeld startet. Dort werden auch Informationen zur neuen VDI-Richtlinie 3464 gegeben. Informationen unter www.depi.de.

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband vertritt seit 2001 die Interessen der deutschen Pellet- und Holzenergiebranche. Kessel- und Ofenhersteller, Produzenten von Pellets und weiterer Energieholzsortimente, Komponentenhersteller sowie Vertriebspartner haben sich in diesem Bundesverband organisiert.
 

DEPV

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