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Vallius Cutlink CL4 Brushcutter

Erfindergeist

Vallius Cutlink und Flowlink

Beim Hersteller Vallius aus Joensuu, dort, wo auch John Deere, Waratah oder Kesla ihre Werke haben, scheint es findige Köpfe zu geben. Die Finnen zeigten auf der Elmia gleich zwei interessante Produkte:

Das auffälligere ist ein Gerät, das man am besten als Schraubschneider bezeichnen könnte. Drei, vier oder sechs Ölmotoren drehen langsam jeweils eine Schraube mit einer Steigung von 12 cm. Das Gerät wird an der Kranspitze montiert, der Ölanschluss am zentralen Steuerblock hergestellt. Die Schrauben ziehen jedwedes Busch- und Astwerk bis zu einer Stärke von 11 cm gegen die unten liegenden, festen Messer. Der „CL4 Brush Cutter“ punktet vor allem damit, dass die Äste sauber und ohne herumfliegende Splitter wie bei schnell laufenden Sägen abgetrennt werden. Im Vergleich zu Fällscheren soll das Gerät wesentlich schneller arbeiten. Zudem sei der Wartungsaufwand gering: Messer müssten selten geschliffen werden, Abschmieren soll nur einmal im Monat notwendig sein. Der Schraubschneider ist in Skandinavien im Programm von Farmi erhältlich. Für Mitteleuropa kann sich Firmenchef Klaus Huhtala auch unabhängige Händler vorstellen. Erste Verkäufe zeigten, dass die Anwender vor allem in sensiblen Bereichen entlang von Bahntrassen oder im urbanen Raum die Sicherheitsvorteile ausspielen können.

Vallius Flowlink
Die sperrbare Pendelbremse Flowlink Foto: A. Friedrich

Einem oft geäußerten Wunsch von Anwendern kommt Vallius mit dem Flowlink entgegen. Kurz gesagt handelt es sich dabei um eine auf Knopfdruck hydraulisch sperrbare Pendelbremse. Im normalen Betrieb reiben zwei Stahlringe und passende Formstücke gegeneinander, um eine Bremswirkung zu erzielen. Drückt der Fahrer aber auf einen Knopf, dann fließt Öl in den zentralen Sperrzylinder und das angehängte Aggregat (gleich welcher Art) ist in der aktuellen Stellung arretiert. Aber auch kontrollierte Dämpfung kann bewerkstelligt werden, so der Hersteller. Dabei braucht es keine aufwändige Verschlauchung. Der Kunde bestimmt, mit welcher Funktion der Maschine er die Sperre aktivieren will. Ein T-Stück wird eingesetzt und damit ist das System „scharf“. So können etwa Schubprozessoren zu vollwertigen Harvesteraggregaten aufgewertet werden. Flowlink bringt etwa 50 kg auf die Waage. Vallius verlangt für das Produkt 2 100 € – ein interessanter Preis für ein durchdacht kons­truiertes Zusatzgerät, das an alle Kräne gebaut werden kann.

A. Friedrich

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