WaldÖkologie

Valentinstag bei den Waldtieren

Bearbeitet von Carolin Föste

Am heutigen Valentinstag haben, obwohl noch Winter ist, die ersten Wald- und Gartenvögel wie Amsel und Blaumeise ihr Liebeswerben bereits begonnen. Aber nicht nur Federwild ist aktiv. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) berichtet, welche Tierstimmen sie aktuell im Wald hören können.

Warum beginnen die Vögel schon in der kalten Jahreszeit zu singen? Ihre Hormone werden durch die zunehmende Tageslänge angeregt. Die Gesänge locken die Weibchen an und markieren die Reviere. Bei den Vögeln herrscht Damenwahl. Weibchen wählen ihre Partner nach der Qualität des Gesangs und Aussehens. Manche Männchen versuchen zusätzlich durch Geschenke auf sich aufmerksam zu machen. So schenke der Eisvogel seiner Angebeteten meist einen kleinen Fisch. Tauben füttern sich gegenseitig mit Häppchen und Rotkehlchen-Weibchen zeigen ihre Zuneigung durch Aufgabe ihres Reviers.

Nicht nur Vogelgesang zum Valentinstag

Während die Wildschweine den Valentinstag bereits im November „gefeiert“ haben, zeigen Feldhasen bald eine sehr spezielle Art der Paarung: sie boxen. Allerdings stehen keine konkurrierenden Männchen im Ring. Das Weibchen testet, wie stark das Männchen ist. Am Ende könne sich die Häsin dennoch nicht entscheiden und paare sich mehrmals, weshalb sie Nachwuchs von verschiedenen Partnern erwarten kann.

Bei Ausflügen in die Natur seien vor allem Füchse und Wildkatzen akustisch ein Erlebnis. Die SDW nennt sie Meister der Liebesrufe, denn sie versuchen auf lautstarke Weise die Aufmerksamkeit der Damenwelt auf sich zu ziehen. Für die Wildkatze ist der Februar ihre Hochranzzeit, dann sind ihre Lockgeräusche nicht zu überhören. Bei Füchsen erinnere der Gesang eher an einen heiseren Hund. Sie verbessern ihre Chance mit Erfolg durch ein besonderes „Parfum“, das für Menschennasen eher beißend riecht.

Romantische Spaziergänge mit Rücksicht

Die meisten Waldbewohner benötigen an ihrem Valentinstag weder gutes Wetter noch angenehme Temperaturen, dafür aber Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten. Deshalb sollten sich Waldbesuchende leise und achtsam verhalten und auf den Wegen bleiben. Diese Rücksichtnahme sei bereits ein Beitrag zur Artenvielfalt.

Quelle: SDW