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Dr. Valentina Vitali

Valentina Vitali erhält Preis für Dissertation

Die Umwelt- und Forstwissenschaftlerin Dr. Valentina Vitali erhält den Göttinger Preis für Waldökosystemforschung für ihre Arbeit zum Potenzial von Douglasien und Weißtannen als mögliche Ersatzbaumarten für die Fichte im Kontext des Klimawandels.

Die Auszeichnung für besondere Leistungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in der Waldökosystemforschung ist mit 2.500 Euro dotiert. Vitali verfasste ihre Dissertation an der Professur für Waldbau der Universität Freiburg in nur drei Jahren. Betreut wurde sie dabei von Prof. Dr. Jürgen Bauhus. Die Ergebnisse ihrer Arbeit publizierte sie in internationalen Fachzeitschriften, darunter Global Change Biology.

Zum Inhalt der Arbeit

Im Rahmen ihrer Arbeit hat Vitali untersucht, wie drei Einflussfaktoren das Wachstum von Jahresringen beeinflussen: Trockenstress, die Zusammensetzung der Baumarten sowie zukünftige Klimaänderungen einschließlich der Veränderungen jahreszeitlichen Klimas. Dabei zeigte sie für den Schwarzwald auf, dass nicht nur die Douglasie, sondern auch die Tanne widerstandsfähiger gegen Trockenstress ist und sich schneller von ihm erholt als die Fichte. Tannen profitieren zudem in Trockenjahren von der Mischung mit den anderen beiden Baumarten, während sich Mischbestände aus Douglasien und Fichten eher negativ auswirken. Während Tanne und Douglasie von milderen Wintern und Frühlingsperioden profitieren, ist das bei der Fichte nicht der Fall. Die Wissenschaftlerin, die inzwischen eine Postdoc-Stelle an der Université du Québec à Montréal/Kanada angenommen hat, wies somit nach: Für die klimaempfindliche Fichte gibt es neben der aus Nordamerika eingeführten Douglasie mit der Tanne auch eine einheimische Alternative für die auf Nadelhölzer angewiesene Schwarzwaldregion.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Vitalis Forschung.

Uni Freiburg

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