Forstpolitik

Usbekistan will aufforsten

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Usbekistan will in großem Umfang Forstplantagen aufbauen. Finanziert werden soll das Ganze durch CO2-Zertifikate, die Firmen das Recht geben, eine bestimmte Menge Treibhausgase auszustoßen.

Das staatliche Forstkomitee Usbekistans plant, CO2-Zertifikate zu vergeben. Damit will das Land, in dem sich Wüstengebiete immer weiter ausbreiten, den Aufbau von forstplantagen finanzieren, wie die aserbaidschanische Nachrichtenagentur Trend berichtet.

Entwicklung von Forst- und Holzwirtschaft

Für die Entwicklung der Holzindustrie in Usbekistan wolle man Wälder aus Walnuss, Mandel und Pistazie mit ertragreichen Sorten wieder aufforsten oder auffüllen sowie Industrieplantagen anlegen.

Darüber hinaus wolle das Land mehr Flächen der natürlichen Regeneration überlassen und die für Zentralasien typischen Tugai-Wälder, das sind Auwälder die durch eine Mischung aus Bäumen, vor allem der Euphrat-Pappel, und Röhricht geprägt sind, wieder aufbauen. Dazu komme die Anlage von Plantagen aus Paulownia und anderen schnellwachsenden Baumarten sowie die Anlage von Schutzwäldern in der Wüstenzone des Landes. Dazu gehört auch der ausgetrocknete Aralsee.

Nachhaltige Nutzung

Außerdem plant das Komitee Projekte zum Aufbau von Ökotourismus und zur Ausweitung des Anbaus medizinischer Pflanzen. Forstprodukte wie auch Nebenprodukte aus dem Wald will man stärker selbst verarbeiten.

Für die Jahre 2021 bis 2024 plant das Komitee das Projekt „Nachhaltiges Management von Wäldern und Weiden in ariden Ökosystemen Usbekistans“ das mit 4,3 Mio. US$ ausgestattet ist. Darüber hinaus soll es 2023 einen nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre geben.

Red.