Holzverkauf und Holzpreise

USA verdoppeln Zölle auf kanadisches Nadelschnittholz

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Nach einer zweiten Überprüfung der Anordnungen über Antidumping- und Ausgleichszölle hat das US-Handelsministerium die Zölle für aus Kanada in die USA importiertes Nadelschnittholz praktisch verdoppelt.

Angekündigt wurde die Erhöhung bereits vor mehreren Monaten, am 24. November veröffentlichte das Ministerium seine Entscheidung. Demnach steigen die Einfuhrzölle für bestimmte Nadelholzprodukte aus Kanada von bislang durchschnittlich 8,99 % auf 17,9 %.

Streit um Subventionen

Die U.S. Lumber Coalition, ein Sägewerksverband, sieht durch die Entscheidung die US-Sägeindustrie vor unfairen Nadelschnittholz-Importen aus Kanada geschützt. Kanada subventioniere seine Sägeindustrie in unfairer Höhe. Die kanadische Handelsministerin Mary Ng bezeichnete ihrerseits die US-Zölle als unfair, da sie kanadischen Gemeinden, Unternehmen und Arbeitnehmern schaden.

Hausbauer fordern stabile Preise

Ihr springt die US National Association of Homebuiders zur Seite. Sie sagt, angesichts einer steigenden Inflation und Lieferengpässen bei vielen Baumaterialien, die die Baukosten ohnehin in die Höhe treiben, komme die Erhöhung der Zölle auf Nadelschnittholz zur Unzeit. Der Verband fordert eine schnelle Einigung mit Kanada, um die Zölle abzuschaffen und stabile Preise zu gewährleisten.

Marc Kubatta-Große