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USA: Im- und Export von Schnittholz

Deutschland ist weiterhin zweitwichtigster Lieferant von Nadelschnittholz in die USA. Beim Laubschnittholz steht Deutschland als Importeur an dritter Stelle und ist damit in beiden Fällen mit Abstand der wichtigste europäische Lieferant für Schnittholz.

Nadelschnittholz

Die USA importierten in den ersten sechs Monaten 2018 mit 17,69 Mio. m³ rund zehn Mal so viel Nadelschnittholz wie sie im selben Zeitraum exportierten. Dabei gaben die Importe bis Ende Juni im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum spürbar um 2 % nach. Von besonderer Bedeutung war dabei der Rückgang der Lieferungen aus Kanada, die sich mit einer Menge von 16,10 Mio. m³ deutlich um 6 % reduzierten. Die Bezüge aus Deutschland haben sich mit 451.000 m³ bzw. einem Plus von 280.000 m³ mehr als verdoppelt. Damit rangiert Deutschland nun mit Abstand vor Schweden (215.000 m³; +22 %), Brasilien (236.000 m³, +44 %) und Chile (153.000 m³; -27 %) auf Platz zwei der wichtigsten Lieferländer und ist gleichzeitig bedeutendster europäischer Lieferant.

Die Exporte von Nadelschnittholz aus den USA erhöhten sich im Betrachtungszeitraum um 15 % auf 1,83 Mio. m³. Die Ausfuhren nach Kanada stiegen um ein Fünftel auf 446.000 m³, die nach China legten sogar mehr als die Hälfte auf 388.000 m³ zu. Kräftig verringert haben sich dagegen die Lieferungen nach Mexiko (297.000 m³; -16 %).

Laubschnittholz

Die Einfuhren von Laubschnittholz in die USA waren in den beiden vergangenen Jahren um 15 bzw. 13 % gesunken. Diese Entwicklung kehrte sich im laufenden Jahr um: Die Importe bis Ende Juni 2018 stiegen um 7 % auf 454.000 m³. Mit 33.000 m³ (-3 %) liegt Deutschland weiterhin auf dem dritten Platz in der Rangliste der bedeutendsten Herkunftsländer und bleibt auch in diesem Fall mit Abstand wichtigster europäischer Lieferant. Die Lieferungen aus Brasilien haben sich mit 72.000 m³ im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum fast verdoppelt, die Lieferungen aus Ecuador reduzierten sich dagegen um 30 %. Bemerkenswert ist auch der Anstieg der Bezüge aus dem Kongo und Malaysia auf jeweils die doppelte Vorjahresmenge. Auch bei den Importen aus Mexico und Australien waren enorme Steigerungen zu beobachten.

Die Exporte der USA an Laubschnittholz blieben im Betrachtungszeitraum mit 2,25 Mio. m³ nur geringfügig über der vergleichbaren Vorjahresmenge. Nennenswerte Zuwächse gab es bei den Lieferungen nach China und Vietnam (+4 % bzw. +5 %), Indonesien (+1 %) und Guatemala (+24 %), während die Ausfuhren nach Mexiko, Japan, Deutschland und Spanien teils kräftig zurückgingen.

HMI/Quelle: USDA/Red.

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