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USA: Export und Import von Nadelschnittholz

Die Importe der USA von Nadelschnittholz waren in den ersten drei Quartalen 2015 mit 23,47 Mio. m³ fast zehn Mal so hoch wie die Exporte im gleichen Zeitraum. Dabei legten die Importe bis Ende September im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % zu. Kanada blieb traditionell mit einem Plus um 6 % auf 22,45 Mio. m³ der mit weitem Abstand wichtigste Lieferant. Dank einer Zunahme der Einfuhren auf fast die doppelte Vorjahresmenge ist Schweden nun nach Chile das drittwichtigste Herkunftsland von Nadelschnittholz und gleichzeitig der bedeutendste europäische Lieferant.
Im Vorjahr war Deutschland auf Platz eins der bedeutendsten europäischen Herkunftsländer. Nachdem sich die Bezüge aus Deutschland um 16 % reduzierten (bei einem Vergleich der beiden ersten Halbjahre war noch ein Minus von vier Zehnteln zu beobachten), gleichzeitig die Bezüge aus einigen anderen Ländern recht kräftig zulegten, ist Deutschland auf Platz sechs abgerutscht.
Als einer der Hauptgründe für die gestiegenen Importe wird häufig die erstarkte Bauwirtschaft genannt, die unter anderem auch Ausdruck eines verstärkten Verbrauchervertrauens in die amerikanische Wirtschaft sein dürfte. Auch für das restliche Jahr 2015 ist eine steigende Zuversicht in die Bauwirtschaft zu spüren.
Die Exporte von Nadelschnittholz aus den USA sanken im Betrachtungszeitraum um 14 %. Nachdem sich die Ausfuhren nach Kanada um 10 % reduzierten und sich die Lieferungen nach China um vier Zehntel verringerten, stieg Mexiko auf Platz zwei in der Rangfolge der wichtigsten Lieferländer auf.
HMI, Quelle: USDA

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