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US-kanadischer Holzkrieg liegt in der Luft

US-Strafzölle auf kanadische Nadelschnittholz-Exporte in die USA könnten Chaos auf den Märkten verursachen, nachdem sie voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 verhängt werden, berichtet woodmarkets.com. Die erwartete Einführung von Ausgleichs- und Antidumpingzöllen auf kanadische Schnittholzlieferungen in die USA werde dazu führen, dass die Holzpreise ab kommendem Jahr bis zumindest 2021 stetig ansteigen, so die Marktexperten.
Wood Markets legt seinen Modellen eine kombinierte Ausfuhrsteuer von 25 % zugrunde, doch könnte der endgültige kombinierte Zoll ab dem zweiten Quartal noch höher sein. „Nach unseren Modellen wird die große Herausforderung in den USA sein, genügend Schnittholz zu finden, um die Nachfrage bis 2020 zu stillen. Wenn Zölle von 25 % oder gar 35 % in Betracht gezogen werden, stellt sich erst recht die Frage, woher die USA das benötigte Holz beziehen werden und zu welchem Preis“, betont Russ Taylor, Wood Markets-Präsident.
Eine der bedeutendsten Folgen des drastisch gestiegenen Preises für kanadisches Schnittholz werden Kapazitätserweiterungen sein, die es den US-Sägewerken ermöglichen werden, ihren Heimatmarkt zu dominieren. Satte Produktionssteigerungen von durchschnittlich 6 % pro Jahr bis 2021 sind zu erwarten. Überschüssiges kanadisches Schnittholz wird auf alternative Märkte fließen und dies könnte etwa asiatische Märkte wie Japan und China aus dem Gleichgewicht bringen. Viele kanadische Sägen – vor allem im Hinterland Britisch Kolumbiens oder in Ostkanada – könnten gezwungen sein, zu schließen. Europäische Nadelschnittholzexporte in die USA dürften hingegen drastisch zunehmen, um die Versorgungslücke zu schließen. Denn das höhere Preisniveau ist genau das, was europäische Exporteure benötigen, um wieder mit nennenswerten Mengen in den US-Markt einzutreten, betonen die Wood Markets-Analysten.
timber-online.net

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