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UPM übernimmt Myllykoski

Die UPM-Kymmene Corporation hat vertraglich vereinbart, die Myllykoski Corporation und die Rhein Papier GmbH („Myllykoski“) zu erwerben. Der Unternehmenswert der erworbenen Gesellschaften beläuft sich auf etwa 900 Mio. €.

Zum Myllykoski-Konzern und der Rhein Papier GmbH gehören sieben Werke zur Herstellung von Publikationspapieren in Deutschland, Finnland und den Vereinigten Staaten. Die Produktionskapazität beläuft sich auf insgesamt 2,8 Mio. t Papier pro Jahr. Zudem besitzt die Myllykoski Corporation 0,8 % der Anteile an dem finnischen Energiekonzern Pohjolan Voima Oy, die einen geschätzten Wert von 70 Mio. € haben.

Die Übernahme wird durch die gezielte Ausgabe von 5 Mio. UPM-Aktien mit einem aktuellen Marktwert von ungefähr 60 Mio. € und langfristigen Krediten im Wert von 800 Mio. € finanziert werden. Ziel ist es, die Transaktion während des zweiten Quartals 2011 abzuschließen. Nach der Transaktion wird der Verschuldungsgrad von UPM voraussichtlich um 8 % steigen. Ende September 2010 betrug er 51 %. UPM wird aufgrund der Transaktion einen Einmalgewinn von etwa 300 Mio. € verbuchen.

Hintergrund: Die Profitabilität der Publikationspapierbranche ist seit fast zehn Jahren schlecht. Nachfragezuwächse erfolgen immer mehr auf den Märkten außerhalb Europas und darüber hinaus ist die europäische Industrie uneffizient. Zusammenschlüsse und eine Rationalisierung der Produktion sind für die Zukunft des gesamten Industriezweigs in Europa notwendig. Dies bedeutet einerseits die Schließung unprofitabler Produktionskapazitäten aber andererseits auch investitionen zur Steigerung der Kosteneffizienz, so Jussi Pesonen, President & CEO von UPM. Die Papierherstellung ist einer der Kerngeschäftsbereiche von UPM. Es sei Ziel, die unangefochtene Kostenführerschaft zu erreichen und in China sowie in andereren Schwellenmärkten zu wachsen.
 

UPM

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