ABO
Unionsfraktion setzt klares Zeichen für Forstwirtschaft und ländlichen Raum

Unionsfraktion setzt klares Zeichen für Forstwirtschaft und ländlichen Raum

„Wir haben die Bundesmittel für nachhaltige Waldwirtschaft erneut um mehr als 5 Mio. € erhöht“, verkündet Cajus Caesar anlässlich der Beratung des Etats des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages. Die Bundesmittel für 2017 steigen um 640 Mio. € gegenüber dem Haushalt 2015 für die Land- und Forstwirtschaft. Damit setzt die Unionsfraktion ein klares Zeichen für die vor Ort lebenden und arbeitenden Menschen und für eine zukunftsweisende Entwicklung unserer ländlichen Regionen.
Hierzu erklärt der lippische CDU-Bundestagsabgeordnete und zuständige Hauptberichterstatter Cajus Caesar:
„Die nachhaltige Nutzung der Wälder und die damit verbundenen positiven Leistungen für Klima, Mensch und Natur sind ein besonderes Anliegen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Deshalb stellen wir insgesamt über 5 Mio. € zusätzliche Bundesmittel für praxisorientierte Forschung, Entwicklung und Modellvorhaben in der internationalen und nationalen nachhaltigen Wald- und Holzwirtschaft zur Verfügung. Diese gilt es nun sinnvoll einzusetzen. Auf nationaler Ebene erhöhen wir die Bundesmittel für die nachhaltige Waldwirtschaft um 4 Mio. € auf jährlich 10 Mio. €. Damit werden Projekte über die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) unbürokratisch und flexibel umgesetzt mit dem Ziel, strukturreiche wuchskräftige Mischwaldbestände mit trockenresistentem Nadelholz, wie beispielsweise die Küsten-Tanne, zu etablieren und die Erforschung und Verwendung von innovativen Holzprodukten auszubauen. Ein zentraler Auftrag der geförderten Projekte ist es, die natürliche Produktionsgrundlage zu sichern, Lösungsansätze für das Spannungsfeld der verschiedenen Ansprüche an den Wald aufzuzeigen und innovative Verwendungsmöglichkeiten von Holz zu entwickeln. Projektanträge sind beispielsweise von Waldbesitzern oder Forstbetriebsgemeinschaften unter wissenschaftlicher Begleitung bei der FNR möglich.
Der Klimawandel ist ein globales Problem, dass ein globales Handeln zur Lösung erfordert. Deshalb stellen wir zusätzlich 1 Mio. € für die internationale nachhaltige Waldwirtschaft zur Verfügung und erhöhen die Bundesmittel von 5,5 Mio. € auf 6,5 Mio. €. Das ist gut angelegtes Geld für den Klimaschutz, mit dem wir der jährlichen Waldzerstörung von 13 Mio. ha und den damit verbundenen 20 % des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes entgegenwirken.
Um noch mehr auf die positiven Leistungen der Wälder aufmerksam zu machen, erhöhen wir die institutionelle Förderung für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) um 100.000 € auf insgesamt 593.000 €. Damit stärken wir Experten und Vermittler auf dem Gebiet der Waldpädagogik, welche jährlich tausenden von Menschen den Wald und seine vielfältigen Funktionen näher bringen.
Ein großer Erfolg konnte ich bei den Personalstellen für Land- und Forstwirtschaft, gesunde Ernährung und Klimaschutz erreichen. Zusätzlich zu den im Regierungsentwurf bereits enthaltenen Stellen ist es uns gelungen, 47 neue Stellen für das Ernährungs- und Landwirtschaftsministerium und dessen angegliederten Instituten und Projektträgern zu schaffen. Allein das Thünen-Institut erhält 10 neue Stellen für den Forstbereich. Mit den neu geschaffenen Stellen sollen die Klimaschutzleistungen unserer Wälder optimiert und besser überwacht werden. Des Weiteren wird der illegale Einschlag und Handel von Holz durch Holzanalysen erfolgreicher bekämpft. Eine Stelle widmet sich der Erstellung von wissensbasierten Konzepten für Naturschutz im Wald, für eine optimale Integration von Naturschutz und Waldwirtschaft und eine wissensbasierte Naturschutzdiskussion.
Auch im BMEL haben wir mehrere Stellen mit neuen Aufgabenbereichen im Forstbereich geschaffen, beispielsweise eine Koordinierungsstelle für Strategien und Vorhaben. So werden die Belange der Land- und Forstwirtschaft bei wichtigen Plänen, wie dem Klimaschutzplan 2050, zukünftig stärker vertreten. Damit Forschungsprojekte sowie Modell- und Demonstrationsvorhaben zukünftig ausgeweitet werden können, haben wir die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung mit 11 neuen Stellen und die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe mit sieben neuen Stellen ausgestattet. Das Julius Kühn-Institut wird mithilfe vier neuer Stellen seine Arbeit auf dem Gebiet der Pflanzenmittelzulassung und phytosanitären Risikoanalysen weiter ausbauen können. Besonders hervorzuheben sind fünf neue Stellen beim Max Rubner-Institut zum Aufbau eines neuen Instituts für Kinderernährung.
Den Bereich Nachhaltigkeit, Forschung und Innovation erhöhen wir um 38,8 Mio. € auf fast 278 Mio. €. Einschließlich unserer Forschungsinstitute stellen wir über 623 Mio. € für diesen Bereich 2017 zur Verfügung. Mit 10 Mio. € wollen wir eine IT-Plattform schaffen, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Zukunft der Land- und Forstwirtschaft weiter zu stärken. Durch intelligente Sensor- und Sattelitentechnik wissen wir präzise, was Pflanzen an Nährstoffen und Düngemitteln brauchen und können so durch passgenaues Ausbringen die Mengen reduzieren und den Ertrag optimieren. Das bundeseigene Anreizprogramm Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau haben wir um 10 Mio. € auf 25 Mio. € erhöht.“
Büro Cajus Caesar, Mitglied des Deutschen Bundestages

Auch interessant

von