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Umwelttechnische Verbesserungen bei Iggesund Paperboard

Umwelttechnische Verbesserungen bei Iggesund Paperboard

Die schwedische Zellstoff- und Kartonfabrik von Iggesund Paperboard in Iggesund hat ihre bereits zuvor niedrigen CO2-Emissionen zwischen 2013 und 2014 um weitere 86 % reduziert. Diese Senkung ist zum Teil auf die Investition in einen neuen Laugenkessel zurückzuführen, der 2012 fertiggestellt wurde.
„Es dauert immer einige Zeit, bis die Feineinstellung einer neuen Anlage stimmt. Außerdem haben wir noch einige kleinere Investitionen getätigt, um die Wirkung des Laugenkessels zu optimieren“, erläutert Olov Winblad von Walter, der Leiter des Werks in Iggesund. „Inzwischen können wir das erwartete Potenzial fast voll ausschöpfen.“
Die umwelttechnischen Verbesserungen im Werk beschränken sich jedoch nicht auf den Kohlendioxidausstoß. Die Schwefelemissionen wurden ebenfalls um 82 % gesenkt, die Stickstoffoxidemissionen um 19 % und die Staubemissionen um 90 % – alles im Vergleich zu 2011, dem letzten Jahr, in dem der alte Laugenkessel in Betrieb war. Eine bewusste Entscheidung zur Betriebsstrategie und Investitionen in Verfahrensstufen, für die zuvor fossile Ölbrennstoffe eingesetzt wurden, haben ebenfalls zur radikalen Senkung der Luftemissionen beigetragen.
Das Werk in Iggesund ist nicht der einzige Teil der Holmen Group, dessen Umweltbemühungen von Erfolg gekrönt waren. Zwischen 2013 und 2014 wurden die CO2-Emissionen pro Tonne hergestellter Karton- und Papierprodukte innerhalb des gesamten Konzerns von 123 kg auf 67 kg reduziert. Das entspricht beinahe 50 % und demonstriert einen weiteren Schritt zur Senkung der Umweltbelastung.
In den letzten Jahren hat die Holmen Group mehrere Preise für ihre Nachhaltigkeitsbemühungen erhalten. 2014 wurde Iggesund von der Branchenorganisation PPI der Preis für die Biostrategie des Jahres verliehen. Die Holmen Group wurde im Rahmen des Carbon Disclosure Project außerdem in die Liste der 187 globalen Unternehmen aufgenommen, die sich im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels besonders ausgezeichnet haben.
Außerdem nahm Iggesund im unternehmenseigenen Werk im englischen Workington 2013 ein Biomasse-Blockheizkraftwerk in Betrieb. Durch die Umstellung des Energieträgers von fossilem Brennstoff auf Biomasse eliminierte das Werk in einem einzigen Schritt nahezu alle fossilen CO2-Emissionen aus dem Produktionsverfahren.
Im schwedischen Werk in Iggesund konnten 2014 etwa 99 % des Energiebedarfs für die Herstellungsverfahren durch Bioenergie gedeckt werden.
Heute sind die Emissionen aus der gesamten Kartonproduktion in der Holmen Group bis auf wenige Zehntel eines Prozents völlig frei von fossilen Kohlenstoffen. „Unsere Strategie, in den Werken in Schweden und England in Technologien zu investieren, die frei von fossilen Kohlenstoffen sind, war ein entscheidender Schritt im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsbemühungen“, betont Strömberg.
 
Iggesund Paperboard gehört zum schwedischen Forstwirtschaftskonzern Holmen. Der Umsatz von Iggesund beträgt gut 500 Mio. €. Seit 2010 hat Iggesund mehr als 380 Mio. € in die Erhöhung der Energieeffizienz und die Reduzierung der fossilen Emissionen aus der eigenen Produktion investiert. Iggesund und die Holmen Group melden alle fossilen Kohlenstoffemissionen an das Carbon Disclosure Project. Die Umweltdaten sind wesentlicher Bestandteil eines Jahresberichts, der der höchsten Stufe der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Rahmen der Global Reporting Initiative entspricht.
 
Iggesund wurde 1685 als Eisenhütte gegründet, stellt jedoch seit mehr als 50 Jahren Karton her. In den beiden Kartonfabriken von Iggesund in Nordschweden und Nordengland sind 1500 Mitarbeiter beschäftigt.
Iggesund

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