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Im Rahmen der Umweltministerkonferenz in Hamburg sprachen sich die Teilnehmer am 10. Mai für die vorrangige Förderung von Holz als Baustoff im Städte- und Wohnbau aus.

Umweltminister stärken Rolle von Holz im Städte- und Wohnungsbau

Im Rahmen der Umweltministerkonferenz in Hamburg sprachen sich die Teilnehmer am 10. Mai für die vorrangige Förderung von Holz als Baustoff im Städte- und Wohnbau aus. Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) befürwortet diese Bestrebungen. Schließlich ist die Stärkung des Holzbaus stets auch eine Entscheidung für den Klimaschutz und die regionale Wertschöpfung.

„Die Deutsche Säge- und Holzindustrie begrüßt den Beschluss der Umweltministerkonferenz zur Stärkung des Holzbaus ausdrücklich“, so DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt. Am 10. Mai hatten sich die Umweltminister und -senatoren der Länder in Hamburg darauf geeinigt, der Bundesregierung eine gezielte Förderung des Holzbaus im Städte- und Wohnsektor zu empfehlen. Der DeSH betrachtet diese Entscheidung als wegweisend. Birgt der Holzbau doch ein enormes, bisher noch zu wenig genutztes Potenzial für Klimaschutz, lokale Wertschöpfung sowie den drängenden Wohnraumbedarf.

Schlüssel für Klimaschutz und Wohnraum

DeSH-Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt sieht in dem Beschluss der Umweltminister ein wichtiges Signal: „Klimaschutz und Wohnraumbeschaffung sind zentrale Zukunftsaufgaben in unserem Land. Das Bauen mit Holz kann der Schlüssel für beide sein.“ Neben der dauerhaften Speicherung von CO₂ lassen sich durch Holz auch energieintensive Baustoffe ersetzen und die im Bauwesen produzierten CO₂-Emissionen damit jährlich um bis zu 31 Mio. t senken. Holz erlaubt zudem einen hohen Vorfertigungsgrad. So wird nicht zuletzt die Schaffung dringend benötigten Wohnraums beschleunigt.

Schaffung von urbanem Wohnraum und regionalen Arbeitsplätzen

Aufgrund seines geringen Gewichts eignet sich Holz insbesondere für Aufstockungen und Nachverdichtungen. Die Schaffung von Wohnraum in Ballungsgebieten sorgt dabei gleichzeitig für mehr Wertschöpfung auf dem Land. Das Holz wird aus dem Wald zu Bauprodukten bis hin zu vorgefertigten Bauelementen verarbeitet, bevor es auf die Baustelle gelangt. Das erhält und erschafft Arbeitsplätze in ländlichen Regionen.

Holz als Baustoff für Städte- und Wohnbau fördern

Nachdem sich Baden-Württemberg, Berlin und Hamburg als Impulsgeber die Förderung des Holzbaus bereits auf die Fahnen geschrieben haben, ist eine bundesweite politische Verankerung von Holz als Baustoff nach Ansicht des DeSH dringend erforderlich, nicht zuletzt, weil dadurch Synergieeffekte entstehen können.

Neben dem Beitrag des Holzbaus für den Klimaschutz fasste die UMK mit der Verankerung einer europaweiten Aufforstung nachhaltig und naturnah bewirtschafteter Wälder in die EU-Langfristklimastrategie sowie einer verstärkten Nutzung von Biomasse aus Rest- und Abfallstoffen weitere für die Branche relevante Beschlüsse. Schmidt befürwortet diese Pläne, da „die Kombination einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung die größten Klimaschutzeffekte nach sich zieht“.

DeSH/Red.

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