Forstbetrieb

Umwelt-Start-up „Wald4Leben“ aus Niederösterreich startet durch

Klimaschutz für jede Frau und jeden Mann: Mit einer Baumspende können in Österreich Aufforstungsprojekte unterstützt werden. Dies wird durch das Umwelt-Start-up „Wald4Leben“ möglich gemacht. Jeder Interessierte kann sich entweder an den zahlreichen Aufforstungsprojekten oder den Bienenstockpatenschaften beteiligen und tut somit aktiv etwas für den Klimaschutz.

Österreich verfügt über vergleichsweise enorme Waldflächen, die allerdings in den letzten Jahren durch anhaltende Trockenheit sehr stark geschwächt wurden. Vor allem für die flachwurzelnden Baumarten, wozu insbesondere die Fichte zählt, wurde diese Situation zu einem großen Problem. Aufgrund der geschwächten Abwehrreaktion der Fichten wurden sie massenhaft von Borkenkäferarten befallen. „Unser Projekt soll sowohl für Private als auch für Firmenkunden nutzbar sein und stellt für unser Unternehmen, aber auch für die gesamte Branche, einen enormen Technologiesprung dar. Erstmalig können nämlich alle Prozesse virtuell abgewickelt werden“, erklärt der Geschäftsführer Lukas Schmalzbauer. Wald4Leben ist quasi eine digitale Aufforstung.

Was steckt hinter dieser Idee?

Durch die Schädlinge und die Wetterkalamitäten entstanden, v. a. auch im Waldviertel (der nordwestliche Teil von Niederösterreich), zahlreiche kahle Waldflächen, die nicht nachhaltig genutzt werden. „Genau an diesem Punkt möchte unser Unternehmen ansetzen und die Waldbestände aufforsten“, sagt Schmalzbauer. Allerdings erfolgt das nicht im klassischen Sinne, sondern angemessen dem Digitalisierungszeitalter und derzeit weltweit einzigartig über das Internet. „Mithilfe modernster Technologien, ermöglichen wir Interessenten aus aller Welt, unsere Wälder virtuell und digital zu besuchen. Auch geeignete Stellen zum Anpflanzen können sie selbst wählen und „ihrem Projekt“ beim Wachsen zusehen“, erklärt Schmalzbauer das Projekt. Dies erfolgt über eine Online-Plattform, die als zentrale Datendrehscheibe zwischen Wald4Leben und der äußeren Welt dient. Mittels VR-Technologien, Geolocation, Drohnen, Livecams etc. besichtigen Kunden die Waldflächen, während wir für die art- und standortgerechte Bepflanzung sorgen. Für jeden gepflanzten Baum, erhält der Kunde ein anerkanntes CO2-Zertifikat und Urkunde.

Welche Ziele verfolgt das Projekt?

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die nachhaltige und effiziente Verwendung von kahlen Waldflächen im Waldviertel. In weiterer Folge auch in ganz Österreich/Europa/weltweit. Das Projekt soll im Einklang mit den Grundsätzen ökologischer Nachhaltigkeit stehen, innovativ und vielfältig sein. Damit werden nachhaltige Einkommen für die Forstwirtschaft gesichert und die regionale Wertschöpfung gesteigert. Außerdem werden Wälder einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht.

Wer steckt hinter Wald4Leben?

Das Gründer- und Management-Team besteht aus Lukas Schmalzbauer und Bernhard Trinko. Lukas Schmalzbauer hat jahrelange Branchen-Erfahrung und umfassende Kenntnis über Abläufe in der Forstwirtschaft. Er führt ein bäuerliches Familienunternehmen mit traditionellen Werten und enger Verbundenheit zur Region. Bernhard Trinko ist diplomierter Forstwirt. Er arbeitet an Konzepten einer nachhaltigen Forstwirtschaft und beschäftigt sich auch mit der Bewirtschaftung und Vermarktung des Waldviertler Bio – Karpfens. Mit Begeisterung ist er außerdem professioneller Imker und Bienenzüchter.

 

Infos zum Projekt und zur Teilnahme. 

Quelle: OTS