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Umsatz der Holzindustrie in Deutschland

Die deutsche Holzindustrie (ohne Berücksichtigung der Papier- und Pappeindustrie sowie der Holz- und Zellstofferzeuger) konnte im ersten Halbjahr 2015 nach einem Umsatzrückgang um 9,2 % im Gesamtjahr 2014 die Umsätze des entsprechenden Vorjahreszeitraumes nun um 5,2 % steigern.
Deutlich schlechter als der Durchschnitt des Holzgewerbes entwickelten sich die Sägewerke, die angesichts der gesunkenen Nachfrage aus dem Inland und dem europäischen Ausland Umsatzrückgänge um 6,9 % auf 1,90 Mrd. € hinnehmen mussten. Im Gegensatz dazu verlief die Umsatzentwicklung in der Holzwerkstoffindustrie stabil. Hier lagen die Umsätze im ersten Halbjahr mit 2,37 Mrd. € marginal über Vorjahr. Hieran hatte auch das Umsatzwachstum der Möbelindustrie teil, die als Hauptabnehmer dieses Industriezweiges fungiert.
Die Erlöse der Parkettproduzenten brachen in den ersten sechs Monaten um fast zwei Zehntel auf 77 Mio. € ein. Die zum sogenannten baunahen Bereich gehörenden Hersteller von Fertighäusern, Fenstern und Türen konnten mit 2,15 Mrd. € die Vorjahresumsätze annähernd halten. Ähnlich die Situation bei den Erzeugern von Paletten und Holzverpackungen, deren Umsätze im laufenden Halbjahr lediglich um 0,4 % auf 341 Mio. € gesunken sind. Die kleine Sparte Holzveredelung (Furnier, Kork u.a.) verzeichnete einen leicht überdurchschnittlichen Umsatzzuwachs um 5,4 % auf rund 251 Mio. €.
Die Möbelindustrie, die die größte Teilbranche der gesamten Holzbranche ist, wuchs um 4,2 % auf 7,53 Mrd. €. Dass die Umsätze im Holzgewerbe (ohne die Zweige Papier- und Pappeindustrie sowie der Holz- und Zellstofferzeuger) weitgehend stabil geblieben sind, ist ausschließlich auf die durchaus positive Entwicklung bei den Möbeln zurückzuführen. Hierdurch konnte das Minus bei der Sägeindustrie mehr als ausgeglichen werden.
Während bei einer Gesamtbetrachtung der Umsatzanstieg im Inland 0,5 % betrug, errechnet sich für das Ausland ein Plus um 16,1 %. Die Exportquote lag somit bei 33 % und damit spürbar über dem Vorjahreswert (30 %).
HMI/Quelle: Statistisches Bundesamt

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