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Umgang mit Extremwetterereignissen

Umgang mit Extremwetterereignissen

Die neue BMEL- Broschüre „Extremwetterlagen in der Land- und Forstwirtschaft“ informiert über Schritte zur Prävention und Schadensregulierung, um Schäden durch Extremwetterereignisse bestenfalls vermeiden und im Schadensfall schnelle Hilfe anbieten zu können.

Extreme Niederschläge wie sie immer wieder einige Regionen Deutschlands beherrschen, aber auch Stürme, Hitze und Trockenheit werden laut einer gemeinsamen Studie des Thünen-Instituts (TI), des Julius-Kühn-Instituts (JKI) und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich weiter zunehmen. Die Land- und Forstwirtschaft ist wie kaum eine andere Branche von diesen Wetterveränderungen betroffen. Deshalb klärt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in einer neuen Broschüre über Maßnahmen zur Prävention und Schadensregulierung bei Extremwetterlagen auf. In der Broschüre, die ab heute kostenlos auf der BMEL-Website bestellt oder direkt heruntergeladen werden kann, informiert das BMEL darüber, wie und in welcher Form Unternehmen des Agrarbereichs und der Forstwirtschaft sich gegen Wetterschäden absichern und gegebenenfalls Hilfen erhalten können. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erklärte: „Ich setze auf Forschung und Prävention, damit Schäden durch Extremwettereignisse bestenfalls vermieden oder zumindest in ihrem Schadensausmaß begrenzt bleiben. Zugleich brauchen wir eine finanziell gut ausgestattete Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), die auch zukünftig auf zwei soliden Säulen stehen muss. Gerade die Direktzahlungen der GAP sind das Instrument der Agrarstrukturpolitik und sie stabilisieren gerade für unsere kleineren bäuerlichen Betriebe die Einkommenssituation. So können sie schwankende Preise von Agrarprodukten oder auch Schäden durch Extremwetterlagen besser überstehen. Übertreffen die Schäden durch extremes Wetter bestimmte Schadensschwellen, hat das BMEL durch die Genehmigung einer Rahmenrichtlinie bei der Europäischen Kommission vorgesorgt, damit den betroffenen Betrieben rasch geholfen werden kann. Darüber hinaus ist es der Bundesregierung gelungen, die im Pariser Klimaschutzvertrag vereinbarten Ziele zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen mit Blick auf die besondere Rolle der Landwirtschaft zielgerichtet auszugestalten. Damit leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz und sichern zugleich die Grundlagen unserer Ernährung.“

Die Broschüre „Extremwetterlagen in der Land- und Forstwirtschaft – Maßnahmen zur Prävention und Schadensregulierung“ kann ab sofort auf der BMEL-Website kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden: http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Extremwetterlagen.pdf?__blob=publicationFile.

Hintergrund

Um für künftige Extremwetterlagen gewappnet zu sein, investiert das BMEL gezielt in Forschungsprojekte, die den Einfluss des Klimawandels auf die Land- und Forstwirtschaft untersuchen. Dabei arbeitet das Ministerium Hand in Hand mit einer Vielzahl nachgeordneter Einrichtungen (z. B. das Julius-Kühn-Institut, das Thünen-Institut, die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft). Bereits im Sommer 2015 hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt einen „Arbeitskreis Klima“ eingerichtet, dessen Koordinierung beim Thünen-Institut und dem Julius Kühn-Institut liegt. Eine zentrale Verbundstudie dieser und weiterer Forschungseinrichtungen ist das vom BMEL initiierte Forschungsvorhaben „Agrarrelevante Extremwetterlagen und Möglichkeiten von Risikomanagementsystemen“. Untersucht wurden regional unterschiedliche Änderungen solcher Wetterlagen in Deutschland und ihre Auswirkungen auf die Landwirtschaft.

BMEL

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