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Umgang mit dem Wolf: Referentenentwurf herausgegeben

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat am 20. Mai einen Referentenentwurf an Fachverbände aus den Bereichen Jagd, Forst, Landwirtschaft usw. herausgegeben. Die Verbände sollen eine Stellungnahme bis „Dienstschluss“ hierzu verfassen. Nach Angabe des Pressesprechers des BMU soll der Entwurf anschließend Mitte der Woche dem Kabinett vorgelegt werden.

Ein zentraler Punkt des Entwurfes ist die Erleichterung der „Entnahme“ von Wölfen nach Nutztierrissen. Demnach sollen Abschüsse einzelner Wölfe erlaubt sein, auch wenn der Riss keinem bestimmten Einzeltier des Rudels zugeordnet werden kann. Dies soll solange fortgeführt werden „bis zum Ausbleiben von Schäden“. Der Umgang mit Mischlingen zwischen Wolf und Hund wird ebenfalls klar formuliert: Sogenannte „Wolfshybriden“ sind zu entnehmen. Bei der Bestimmung von geeigneten Personen zur Entnahme von Wölfen werden, laut Referentenentwurf, die Jagdausübungsberechtigten berücksichtigt. Sind diese damit nicht einverstanden, so haben sie die „Maßnahmen zur Durchführung“ zu dulden. Füttern verboten.

Der Entwurf sieht ein klares Fütterungsverbot für Wölfe vor – auch das Anlocken mit Futter sei demnach untersagt. Wölfe sollen sich nicht an den Menschen gewöhnen, da sie durch diese Konditionierung eine Gefahr für den Menschen darstellen können.

EG

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