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Umfrage in Österreich: Holz besser als „fossil“

Umfrage in Österreich: Holz besser als „fossil“

Ein klares Bekenntnis der Österreicher zur Energiewende und zu Erneuerbaren Energien zeigt eine repräsentative GfK-Umfrage vom November 2012 auf. Die Umfrageergebnisse wurden von Prof. Dr. Rudolf Bretschneider im Rahmen einer Pressekonferenz am 11.12.2012 im Österreichischen Parlament präsentiert.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist für die meisten Österreicher laut GfK-Umfrage notwendig, um Umwelt und Klima zu schützen (88 %). 84 % geben dem Argument recht, dass die Unabhängigkeit von Importen es notwendig macht, auf erneuerbare Energie umzusteigen. Insgesamt 81 % stimmen der Erklärung zu, dass ein Umstieg auf erneuerbare Energieträger notwendig ist, weil Öl, Erdgas und Kohle zur Neige gehen. Dass die Energiewende eine zentrale Aufgabe der Politik ist, davon sind 79 % überzeugt. 91 % der Österreicher nehmen steigende Energiepreise wahr, 48 % davon sogar „stark“.

Holz schneidet besser ab als „fossil“

Vergleicht man die Werte der fossilen Energieträger Öl, Gas und Kohle mit Holz nach den Kriterien Bedeutung für die Energiewende, Nachhaltigkeit, regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit, so zeigt sich noch deutlicher der Unterschied. Die „Fossilen“ werden durchwegs unterdurchschnittlich bewertet, Holz hingegen liegt in allen Kategorien über dem Durchschnitt.

Von 2005 bis 2011 erhöhte sich der Bruttoinlandsverbrauch an Bioenergie (inklusive biogener Hausmüll) um 44 %. Holz ist und bleibt die wichtigste Ressource für den Bioenergiemarkt. 79 % der gesamten im Jahr 2011 in Österreich eingesetzten Biomasse war Holz (inklusive Laugen) in unterschiedlichster Form. Mit einem Anteil von 27 % ist Scheitholz (Brennholz) der wichtigste biogene Energieträger. Der Marktanteil von Hackschnitzel, Sägenebenprodukte und Rinde beträgt 35 %.

Ein Viertel mehr Bioenergie

Bis 2020 könnte der Biomasseeinsatz in Österreich nochmals um 25 % gesteigert werden. Voraussetzung ist, dass es gelingt, die verfügbaren Potenziale aus Land-, Forst- und Holzwirtschaft sowie dem Abfallsektor zu mobilisieren. Rund 52 % des Ausbaupotenzials entfallen auf holzbasierte Rohstoffe (inkl. Lauge), 25 % stammen von Biotreibstoffen, 18 % steuert Biogas bei und 5 % kommen von sonstigen biogenen festen Brennstoffen.

Insgesamt wurden in Österreich 2010 rund 24,3 Mio. Fm Holz energetisch genutzt. Davon entfielen rund 51,4 % auf Rohstoffe aus der kaskadischen Holznutzung (Rinde, Sägenebenprodukte, Industrierestholz, Presslinge, Lauge). Etwa 48,6 % des Energieholzes stammten direkt aus der Forstwirtschaft (Brennholz, Waldhackgut) sowie aus Flurgehölzen, Strauchschnitt, Altholz und sonstigen Quellen. Mit einem Anteil von rund 80 % ist der Wärmemarkt das zentrale Einsatzgebiet der Biomasse. 

Österreichischer Biomasse-Verband

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