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Ukraine stoppt Rundholzexport für zehn Jahre

Die Ukraine wird die nächsten zehn Jahre kein Rundholz mehr exportieren. Damit macht der nach Tschechien zweitgrößte Rundholzexporteur Europas seine Pforten dicht. Präsident Petro Poroschenko unterzeichnete das entsprechende Gesetz am 8. Juli. Der Ausfuhrstopp gilt ab 1. November 2015 für zehn Jahre. Kiefernrundholz ist bis Ende 2016 ausgenommen, heißt es auf zn.ua. Ziel dieser Maßnahme sei es, illegalen Holzeinschlag vorzubeugen und die heimische Holz verarbeitende Industrie zu fördern.
Die Ukraine verzeichnete in der vergangenen Dekade einen massiven Anstieg beim Rundholzexport. Von 2003 auf 2013 hat sich die Menge auf 3,08 Mio. Fm verdreifacht, zeigen Daten der FAO (Sortiment: Industrial Roundwood Coniferous). Größte Kunden waren zuletzt China (651.000 Fm) und Rumänien (639.000 Fm). Österreich erhielt laut FAO 2013 noch 397.000 Fm Nadelrundholz. Allein an sägefähigen Sortimenten importierte Österreich in den vergangenen fünf Jahren über eine halbe Million Festmeter. Die Ukraine stellte von 2010 bis 2014 zwischen 1,7 und 3,5 % der gesamten österreichischen Nadelsägerundholz-Importe.
Deutschland wird vom ukrainischen Rundholzmoratorium kaum betroffen sein. Im Zeitraum von 2010 bis 2014 summierten sich die Nadelsägerundholz-Importe aus der Ukraine auf lediglich 32.000 Fm.
timber-online.net

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