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Tschopp Sägewerk

Tschopp Holzindustrie baut neues Sägewerk

Die Tschopp Holzindustrie im schweizerischen Buttisholz ersetzt ihre bestehende Sägelinie durch eine neue. Die Inbetriebnahme ist 2023 vorgesehen. Ihr bestehendes Sägewerk muss das Unternehmen seit Jahren im Dreischichtbetrieb an der Kapazitätsgrenze betreiben.

Trotz des weltweiten Ausnahmezustandes durch das Coronavirus hat Tschopp Ende August das Baugesuch eingereicht und die größte Investition in der 100-jährigen Firmengeschichte ausgelöst. Die Baubewilligung wird im Januar 2021 erwartet, danach sollen die Bauarbeiten umgehend starten.

Maschinen bereits bestellt

Sämtliche Maschinen und Anlagen sind bereits bestellt. Die Firma Springer aus Österreich liefert den Rundholzplatz, die Sägelinie kommt von USNR AB aus Schweden, die Sortier- und Stapelanlagen stammen von TC Maschinenbau aus Österreich und die Entsorgungstechnik liefert Vecoplan aus Deutschland. Nach einer zweijährigen Bauphase für die 123 Meter lange und 20 Meter hohe Halle, sowie für die Montage der Maschinen- und Fördertechnik, ist die Inbetriebnahme im Frühjahr 2023 vorgesehen.

Hochleistungssägen

Das neue Sägewerk entsteht auf einem dem bestehenden Areal angrenzenden Grundstück von 20.000 m2 Fläche. Herzstück des neuen Werkes sind Hochleistungs-Quadro-Bandsägen der Firma USNR AB. Eine Quadro-Bandsäge besteht aus einer Einheit von vier Bandsägen. Es werden zwei Quadro-Einheiten installiert, wodurch dann acht Bandsägen zur Verfügung stehen.

Neue Holzwerkstoffe geplant

Die Einschnittleistung sei so großzügig dimensioniert, dass neben dem Bedarf des Schalungsplattenwerkes problemlos Schnittholz für neue Produkte erzeugt werden könne. Schon längere Zeit möchte Tschopp neben dem Hauptprodukt Schalungsplatten, den Holzpellets und dem Ökostrom weitere Holzwerkstoffe herstellen. Dies war bisher aus Kapazitäts- und Technologiegründen mit dem bestehenden Sägewerk nicht möglich. Nach einer Phase der Inbetriebnahme wird die Einschnittmenge bei 135.000 Fm/Jahr liegen. Diese lässt sich dann Schritt für Schritt weiter erhöhen. Bislang liegt die Einschnittmenge bei 110.000 Fm/Jahr

 

HK/Tschopp/Red.

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