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Trier: Studenten bekommen Holzbau

Für den Neubau eines Studierendenwohnheims in Holzbauweise in der Trierer Innenstadt stellt das rheinland-pfälzische Umweltministerium dem dortigen Studierendenwerk 100.000 Euro aus dem „Cluster Forst und Holzbau Rheinland-Pfalz“ zur Verfügung.

Das neue Gebäude mit seinen 110 barrierefreien Appartements, in unmittelbarer Nähe des historischen Martinsklosters und direkt an der Mosel gelegen, ersetzt den bisherigen Bau aus den 70er Jahren. Konzipiert ist das Gebäude in einer Holz-Hybridbauweise mit modularen, vorgefertigten Bauelementen. Damit lasse sich sowohl die durch die Baustelle verursachten Verkehrsstörungen als auch die Bauzeit reduzieren. Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters 2022 soll das Wohnheim fertiggestellt sein.

Haus am Baum – Holz im Herzen

Die Außenwände werden in Holztafelbauweise ausgeführt, die auch den Lärmschutz zur Straße hin berücksichtigt. Die Geschossdecken sind als Holz-Betonverbund vorgesehen, wobei die Decke holzsichtig bleibt. Die Dachkonstruktion wiederum entsteht komplett in Holz.

Durch den Neubau entsteht ein attraktiver und einladender Innenhof, in dessen Zentrum eine jahrhundertealte Blutbuche steht, ein Naturdenkmal von übergeordneter Bedeutung. Das Studierendenwerk betrachtet den Schutz und Erhalt dieses Naturdenkmals als besondere Verpflichtung, es ist zugleich Namensgeber des Projektes: „Haus am Baum – Holz im Herzen“.

Energiekonzept und Naturschutz

Das Energiekonzept für den Neubau ruht auf mehreren Säulen. Für die Energieerzeugung sorgt eine Photovoltaikanlage auf dem Teilbereich des Daches sowie ein Erdgas-Blockheizkraftwerk. Damit wird unter anderem eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und die zentral arbeitende wärmerückgewinnende Lüftung betrieben, mit der alle 110 Wohnungen ausgerüstet sind.

Mit dem NABU Region Trier als Kooperationspartner wurde dem Projekt einen weiteren, ökologischen Aspekt hinzugefügt. Die Fassade eignet sich dazu, um dort für Schwalben und Fledermäuse sogenannte Fassadenquartiere einzurichten.

MUEEF/Red.

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