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Markt für Bioenergiedörfer positiv

Markt für Bioenergiedörfer positiv

Durch den in Deutschland für 2022 beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergienutzung profitieren Bioenergiedörfern. Das Institut für Trend- und Marktforschung trend:research prognostiziert innerhalb der aktuell erstellten Studie „Energieautarke Kommunen und ‚Bioenergiedörfer’ – 100 Prozent Strom durch Eigenversorgung“ die Potenziale und die weitere Entwicklung des Marktes anhand von drei Szenarien.
Insgesamt existieren gegenwärtig 81 Bioenergiedörfer. Der Ausbaugrad bei der Versorgung mit eigenerzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien ist dabei sehr heterogen. Begründet ist dies zum einen in den vorhandenen räumlichen Naturraumpotenzialen sowie der auf Landesebene stark unterschiedlichen Förderbedingungen. So lassen sich sehr deutlich entsprechende Wachstumszonen identifizieren. Zu nennen ist hier vor allem die Bodenseeregion, sowie das nördliche Baden-Württemberg und Südhessen. Weitere Schwerpunkte der Entwicklung zeigen sich in Nordhessen und dem Göttinger Land (Südniedersachsen) sowie in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist zu erkennen, dass das Wachstum in diesen Region am stärksten ausfällt.

In den bestehenden Bioenergiedörfern sind Erzeugungsanlagen mit einer gesamten installierten elektrischen Leistung von 635 MW vorhanden. Über 50 % der Strommenge wird dabei aus Biogas und Biomasse (mit Holzhackschnitzeln befeuerte Biomasseheizkraftwerke) erzeugt.

Die Entwicklung im Markt für Bioenergiedörfer und energieautarke Kommunen ist positiv einzuschätzen, jedoch muss mit einer regional sehr unterschiedlichen Entwicklung gerechnet werden. Zu beachten ist, dass im Markt für Bioenergiedörfer und energieautarke Kommunen eine Förderabhängigkeit besteht, bei der die Veränderungen des ordnungspolitischen Rahmens und speziell der monetären Förderungen, weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung des Gesamtmarktes entfalten.

Die rund 900 Seiten umfassende Studie kann ab sofort bei der trend:research  GmbH bezogen werden.

trend:research

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