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Treffen der Repräsentanten europäischer Waldbesitzerverbände mit Vertretern der EU-Organe am 10.12.2014 in der Académie royale de Belgique. Quelle: CEPF

Treffen der europäischen Waldbesitzerverbände mit Vertretern der EU-Organe

Am 10. Dezember veranstaltete der Zentralverband der Europäischen Waldbesitzerverbände (CEPF), der als Dachorganisation die Interessen von rund 16 Millionen privaten Waldbesitzern in 25 Ländern vertritt, in der Académie royale de Belgique seinen Mitgliedertag 2014. Über 150 Repräsentanten aus den nationalen Mitgliederverbänden sowie aus dem Parlament und der Kommission der Europäischen Union (EU) tauschten sich über die für die Forstwirtschaft relevanten Entwicklungen auf EU-Ebene und in den Mitgliedsländern aus.
In seiner Begrüßungsrede warnte der Vizepräsident der CEPF und Präsident des deutschen Dachverbandes AGDW – Die Waldeigentümer, Philipp Freiherr zu Guttenberg, davor, angesichts der vielen Einzelthemen nicht den Blick für eine Gesamtstrategie zu verlieren: „Wir müssen den Forstsektor in Europa insgesamt entscheidend weiter vorantreiben, ohne dabei das Subsidiaritätsprinzip zu unterlaufen.“
Die Grundprinzipien stimmen
Auch der CEPF-Generalsekretär Aljoscha Requardt stellte fest, dass verlässliche institutionelle Rahmenbedingungen und eine kohärente EU-Forstpolitik nötig, aber bislang erst in Grundrissen erkennbar seien. Allerdings könne man schon festhalten, dass die 2013 von der EU-Kommission neu formulierte EU-Forststrategie eine gute und richtige Basis bietet, da sie sich zu den zentralen Werten der Forstwirtschaft bekennt, allen voran zur Multifunktionalität der Wälder, zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung und zu marktwirtschaftlichen Prinzipien.
Als einer der vielen Vertreter aus dem europäischen Parlament sprach neben Ulrike Müller (Schwaben) der tschechische EU-Parlamentsabgeordnete Pavel Poc in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Umweltausschusses. Er forderte eine verstärkte Mobilisierung der EU-Holzreserven. Das habe sowohl aus Gründen des Klimaschutzes als auch aufgrund der Nachfrage der Industrie nach Holz als einem nachhaltig produzierten und erneuerbarem Material eine vorrangige Bedeutung. Poc: „Um diese gewünschte Mobilisierung zu erreichen, muss Europas Politik mehr auf die privaten Waldbesitzer hören, die rund 60 Prozent der Wälder unseres Kontinents bewirtschaften.“
Kommunikation fortführen
Philipp Freiherr zu Guttenberg zog ein positives Fazit des CEPF-Mitgliedertages 2014: „Insgesamt hat der CEPF-Mitgliedertag einen weiteren wichtigen Anstoß gegeben, um eine europäische Gesamtstrategie zu finden und die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Ebenen der Forstwirtschaft wiederzubeleben. Daher meine Botschaft aus Brüssel: Lasst uns weiter miteinander sprechen und nicht nur übereinander!“
AGDW – Die Waldeigentümer
CEPF-Vizepräsident Philipp Freiherr zu Guttenberg mahnte an Treffen der Repräsentanten europäischer Waldbesitzerverbände mit Vertretern der EU-Organe am 10.12.2014 in der Académie royale de Belgique. Quelle: CEPF

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