Im Treeva-Webportal laufen die Informationen zusammen
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Treeva: Forst-Apps verschmelzen

12. Dezember 2022
Treeva, die neue Forstmanagement-Software aus dem Hause Stihl, verbindet das fotooptische Vermessungssystem Fovea und LogBuch, das sprachbasierte Geo-Lokalisierungssystem, in einer Anwendung.
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Holzdatenerfassung nach den unterschiedlichsten Methoden mit Treeva
Holzdatenerfassung nach den unterschiedlichsten Methoden mit Treeva
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Damit ermöglicht Treeva eine umfassende digitale Erfassung von Objekten im Revier: von einzelnen Stämmen oder Gefahrenstellen über die Vermessung von Holzpoltern bis hin zur Kartierung ganzer Baumbestände Die Software dient so als Fundament für eine effiziente Arbeitsorganisation im Forstbetrieb. Die Zusammenarbeit von Förstern, Waldbesitzern und Dienstleistern soll deutlich schneller, einfacher und kostengünstiger werden.

Objekterfassung

So ermöglicht es die Treeva App zum einen, einzelne Objekte wie beispielsweise kranke Bäume oder Gefahrenstellen per Sprachsteuerung schnell zu erfassen. Zum anderen können Holzpolter über die Kamerafunktion des Smartphones fotografiert und per App automatisch berechnet werden; das zeitaufwendige Zählen der Stämme und die Berechnung von Festmeter, Raummeter, Stammdurchmesser und weiterer Polterdaten entfällt. Mittels GPS wird außerdem der jeweilige Standort gespeichert, an dem ein Objekt oder Polter erfasst wurde. Die Bedienung erfolgt wahlweise über das Smartphone-Display oder mittels eines externen Bluetooth-Knopfs, dem sogenannten Treeva-Button, über den auch die Spracherfassung aktiviert wird. Dieser ist mit Handschuhen bedienbar. So bleibt das Smartphone in der Tasche und freihändiges Arbeiten ist möglich.

Diktierfunktion

Anschließend überträgt die App die Daten automatisch in das Treeva-Webportal. Dabei werden Sprachnotizen in Text umgewandelt und die Informationen zu den entsprechenden Geopunkten in einer digitalen Karte dargestellt. Hat das Smartphone keinen Netzempfang, speichert es die angelegten Daten offline und stellt sie dem System zur Verfügung, sobald wieder Empfang besteht. Die in den Karten und Auswertungen zusammengefassten Informationen sind jederzeit ortsunabhängig abrufbar und lassen sich mit weiteren Akteuren im Forst teilen. Das sorgt für einen enormen Effizienzgewinn in der Zusammenarbeit von Betriebsverwaltung und den Teams vor Ort: Diese finden so beispielsweise digital markierte Bäume selbstständig per GPS und können ohne Einweisung durch den Förster direkt mit der Arbeit beginnen.

Ausprobieren

Wie bei allen digitalen Produkten, lässt sich der Funktionsumfang der Apps eigentlich erst durch Ausprobieren vollumfänglich erfassen. Das ist natürlich auch hier möglich, und zwar für ganze 30 Tage. Allerdings wird jedem Interessenten, der sich auf www.treeva.de registriert, sofort eine individuelle, einstündige Einweisung angeboten. Das ist ein toller Service.

Aber auch an die Bestandskunden wurde gedacht: Für ehemalige Logbuch-Nutzer bietet Treeva Kontinuität und neue Möglichkeiten: ihre Daten werden übernommen, Ansprechpartner und Vertragsvereinbarungen bleiben bestehen. Gleichzeitig erhalten sie zusätzliche Funktionalitäten innerhalb der App. Lediglich für die foto-optische Holzaufnahme muss ein Upgrade erworben werden.

Das System von Fovea steht seinen Anwendern nach wie vor zur Verfügung, ein Wechsel zu Treeva ist jedoch problemlos möglich und bietet gerade im großen Plus-Paket einige Erweiterungen aus der alten LogBuch-Welt fast zum gleichen Preis. Deswegen werden die Kunden wohl relativ schnell umsteigen.