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Travel & Tree: Baum-Pakete für die Reisebranche

Bearbeitet von Mirjam Kronschnabl-Ritz

Urlaub in Deutschland und umweltbewusstes Reisen rücken dank der Corona-Pandemie in den Fokus, doch das Problem der Klimabelastung für unsere Wälder bleibt. Damit Urlaubsgäste einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten, setzt das Start-Up Travel & Tree direkt beim Reisenden an, doch wie genau?

Was Hotels, Pensionen und Ferienwohnungsvermieter freut, ist ein Nachteil für die Umwelt. Jede Anreise verursacht CO2-Emissionen und jede Urlaubsaktivität hinterlässt Spuren in der Natur. Das Start-Up Travel&Tree bietet Baum-Pakete  an, die je nach Dauer und Art des Urlaubs variieren. Reisedienstleister können sich ein passendes Baum-Paket aussuchen, welches mit der jeweiligen Reise oder dem Event verbunden wird. Der Reisegast bzw. Kunde kann das Paket dann bei der Buchung optional dazu buchen. Die im Paket enthaltenen Bäume werden weiter von Waldbesitzenden in ihrem jeweiligen Waldgebiet gepflanzt. So kann jeder Gast unmittelbar etwas an die Natur zurückgeben, in der er sich während seine Urlaubs so wohlfühlt.

Heimische Waldprojekte immer beliebter

„Damit die Umsetzung reibungsfrei läuft, ist eine gute Zusammenarbeit mit Waldbesitzern notwendig“, berichtet Gründerin Irene Smetana. „Wir suchen dringend aufgeschlossene Waldeigentümer, mit denen wir neue Aufforstungsprojekte starten bzw. deren laufende Aufforstungsaktivitäten wir unterstützen können. Das Interesse an heimischen Waldprojekten ist ausgesprochen groß.“ Die engagierte Unternehmerin aus der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden bietet ein einfaches Konzept an, um es kostenfrei jedem Gastgeber (Hotel, Pensionsinhaber, Ferienwohnungsvermieter) in Deutschland anzubieten. „Wir würden gerne Vollgas in der Vermarktung geben, haben jedoch ernsthafte Bedenken, dass wir die Nachfrage nicht decken können, weil wir nicht genug Waldprojekte haben. Deswegen suchen wir neue Projektpartner und sind für jeden Kontakt dankbar.“

Baumsetzlinge aus Baumsamen

Das erste Baumprojekt liegt im Nordosten von Tansania in der Region Tanga. Projekte in Deutschland sind in Vorbereitung. Bevor es jedoch an das Bäumepflanzen gehen kann, müssen zuerst Baumsetzlinge aus Baumsamen gezüchtet werden. Sobald diese Keimlinge selbstständig überleben können, werden sie ausgepflanzt. Dabei muss man sich im Klaren sein, dass Natur Natur bleibt, d. h. nicht jeder Baum überlebt auch. Daher bietet Irene Smetana an, 20 bis 30 % mehr aus eigener Tasche zu züchten, um einen gewissen natürlichen Ausgleich zu schaffen.

Mehr Infos zum Projekt, zur Teilnahme und zu den Baum-Paketen

Quelle: Travel&Tree