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Das riesige Schild der Ecoforst-Winde ist auf dem Weg zum Montageplatz

Die Groß-Seilwinden von Ecoforst

Sie gehört wohl zu den größten Seilwinden, die in Europa je gebaut worden sind. Sie ist so stark, dass sie erst in Übersee wirklich zeigt, was sie kann. Wir waren dabei, als in der Steiermark ein neues Exemplar der T-Winch 30.2 von Ecoforst auf Kiel gelegt wurde.

In der Fehberger-Halle in Großlobming bewegen Deckenkräne tonnenschweren Teile. Es gibt Arbeitsstationen für die Montage der Baugruppen und Männer in Overalls, die tief in das Gerät eintauchen, um einen widerspenstigen Schlauch zu montieren. Dazu kommen die Hammerschläge, die Bolzen eintreiben, und Schweißgeräte-Blitze, die von den weißen Hallenwänden reflektieren – hier fügen Arbeiter Stahl, Kunststoff und Elektronik zu einem Großgerät zusammen.

Großauftrag für Ecoforst

Und mittendrin steht der Konstrukteur. Andreas Jahrer ist Dienstag gegen 10 Uhr Vormittag noch ziemlich verschlafen. Er hatte noch eine längere Computersitzung mit dem überseeischen Händler von Ecoforst. Sechs Stunden Zeitdifferenz machen sich eben in Nachtschichten bemerkbar. Trotzdem hat er alles im Blick und ist mit dem Arbeitsfortschritt zufrieden. Denn die Zeit drängt. Ecoforst steckt mitten in einem Großauftrag.

Kein Fuß mehr am Boden

Ein großer Waldbesitzer in Chile hat beschlossen, etwas für die Arbeitssicherheit bei der Holzernte zu tun. Ein weiterer Toter bei der motormanuellen Holzernte in einer langen Reihe von Unfällen war einer zu viel. Er stellt das Arbeitsverfahren um. Gefällt wird in Zukunft mit Feller-Bunchern, gerückt wird mit Zangenlaufwagen und Seil oder mit Zangen-Forwarder. Niemand soll mehr einen Fuß auf den Waldboden setzen müssen; das ist das Ziel in den Wäldern dieses Unternehmens.

Und da in Chile so manches größer ausfällt als in Europa, haben auch die Maschinen größere Ausmaße. Weil viele Wälder in steilen Lagen stocken, brauchen die Fäller-Bündler eine Sicherung. Ankerbäume gibt es nicht, also muss eine technische Lösung her. Und die bietet Ecoforst mit der T-Winch. Aber nur die große Bauweise dieser Maschine mit der Bezeichnung „30.2“ war dem Auftraggeber groß genug.

Lückenlose Teileversorgung

Markus Krenn hat jetzt die Herausforderung, innerhalb eines Jahres gleich 27 dieser Maschinen nach Südamerika zu verschiffen. Das erfordert straffe Zeitplanung, eine motivierte Mannschaft und lückenlose Teileversorgung. „Das war in Zeiten der abgestellten Wirtschaft unser größtes Problem“, gesteht Rafael Prominczel von Ecoforst. Ecoforst hat das aber scheinbar gut im Griff, denn alle zwei Woche geht aktuell eine neue Winde per Lkw nach Hamburg.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Forst & Technik 9/2020.

Anton Friedrich

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