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Traditioneller Waldbesitzerempfang

Traditioneller Waldbesitzerempfang

Sachsen-Anhalt war Ausrichter des Empfangs der Waldbesitzerverbände zur Eröffnung der Grünen Woche 2016

Der Einladung zum traditionellen Waldbesitzerempfang am Vorabend der Eröffnung der Internationalen Grünen Woche sind auch in diesem Jahr rund 2000 internationale Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Verbänden gefolgt.
Als Gastgeber begrüßte der Vorsitzende des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt, Franz Prinz Salm, den Präsidenten der AGDW, Philipp Freiherr zu Guttenberg, den Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Schmidt, sowie zahlreiche Ministerpräsidenten und Landesminister. „In Sachsen-Anhalt, einer Region, in der Carlowitz als Schöpfer der Nachhaltigkeit wirkte, gibt es rund 53.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer“, eröffnete Prinz Salm die sehr gut besuchte Veranstaltung. Im Hinblick auf die aktuelle forstpolitische Lage wies er darauf hin, dass „Forstpolitik nichts für politische Modetrends aus Ballungszentren“ sei. In diesem Zusammenhang nahm er zu dem im Dezember vergebenen „Negativpreis“ des NABU an Philipp zu Guttenberg Stellung, wonach sich die Waldeigentümer zu sehr auf den ökonomischen Nutzen des Waldes konzentrieren.
„Wir Waldbesitzer sind gleichzeitig Natur- und Umweltschützer, weil wir uns seit Generationen dem Wald verbunden fühlen, mit dem Wald leben und diesen an unsere Kinder weitergeben wollen“, erklärte Salm. Der NABU stünde hingegen für das Gegenteil: er sei Mitglied bei FSC und fordere ausschließlich dessen Zertifizierung im Wald. Die 200.000 ha Wald im eigenen Besitz des NABU seien jedoch nicht entsprechend zertifiziert. Dort eingeschlagenes Holz werde demnach unzertifiziert verkauft. Dennoch verlange der NABU Waldstilllegung und Auflagen zu Lasten anderer Waldbesitzer um jeden Preis. Frei nach dem Motto „Soja essen und Douglasie hassen“ würde auch hier wieder mit zweierlei Maß gemessen.
 
Im Anschluss resümierte Prinz Salm: „Sachsen-Anhalt war und wird auch künftig eine Drehscheibe von Menschen, Kultur und Wirtschaft in Deutschland sein, ob Reformation, Entstehung der Sozialversicherung, Wörlitzer Gartenreich oder das Bauhaus, Junkers-Werke oder heute Chemie und Maschinenbau!“ Er dankte den Sponsoren, besonders dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt und „den Verantwortlichen und Unternehmern, die nicht darüber reden, wie man die Welt verbessert, sondern es durch Schaffung von Arbeitsplätzen im Land tun und damit den Menschen dort Heimat lassen. Welche Freude, so viele regionale Partner, gerade aus dem Cluster Forst und Holz, an unserer Seite zu wissen!“
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 

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WBV Sachsen-Anhalt

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