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Akkuhacker

Aus Lärmschutzgründen lohnt es sich nicht, einen Anhängehacker mit reinem Akkubetrieb auf die Räder zu stellen. Schließlich ist die Haupt-Geräuschquelle bei der Arbeit ja der Hackrotor. Trotzdem wird Linddana A/S aus Dänemark auf der Messe Galabau den ersten Akkuhacker TP 175e vorstellen. Wo sonst ein 26-kW-Diesel zuhause ist, verbirgt sich unter der Haube ein verblüffend kleiner 96-V-Elektromotor mit 22 kW, der jedoch dasselbe Drehmoment von 85 Nm abliefert. Das Batteriepaket (bei unserem Prototypen noch provisorisch befestigt) besitzt eine Kapazität von 150 Ah. Das reicht laut Hersteller für eine Hackzeit von zwei Stunden. Wird parallel über ein Kabel (220 oder 380 V) nachgeladen, sollen sogar vier Stunden Dauerbetrieb möglich sein.

Für diese Entwicklung nennt Exportleiter Steffan Schikowski zwei Gründe: Mit den neuen Abgasnormen, die ab 1. Januar 2019 greifen, müssen auch Stationärmotoren über 25 PS mit einem Partikelfilter ausgestattet werden. Das macht die Maschine deutlich teurer, oder aber die Antriebsleistung muss entsprechend reduziert werden. Gerade Kommunen möchten jedoch vielfach mit gutem Beispiel vorangehen und suchen nach einer sauberen Alternative. Im bewohnten Gebiet ist die Abgasfreiheit interessant und eine ergänzende Stromzufuhr oft realisierbar. Im Moment ist der elektrische Fortschritt noch vergleichsweise kostspielig: Die Maschine mit E-Motor kostet genausoviel wie ihr diesel-betriebenes Pendant – aber das Akkupaket schlägt noch einmal mit rund  8000 € zu Buche. Darauf gibt es immerhin fünf Jahre Garantie.

Ab der Galabau übernimmt im Übrigen die Vogt GmbH mit ihren beiden Standorten Schmallenberg im Sauerland und Untermünkheim bei Schwäbisch Hall den Deutschlandvertrieb der TP-Produkte.

Heinrich Höllerl

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