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Tobias Loewer mit seinen Hunden, dem Borderterrier Evi und dem kleinen Münsterländer Dux

Tobias Loewer übernimmt die Revierförsterei Holzurburg

Im Niedersächsischen Forstamt Harsefeld hat Tobias Loewer (29) zum 1. Juni die Leitung der Revierförsterei Holzurburg übernommen. Er löst damit seinen pensionierten Vorgänger Dieter Röhnisch ab. Das Aufgabenspektrum der Revierleitung Holzurburg umfasst die Bewirtschaftung von 1.587 ha Landeswald, verteilt auf neun unterschiedlich große Forstorte rund um Bad Bederkesa.

Der aus Ihlienworth stammende Tobias Loewer ist auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen. Schon früh stand für ihn fest, einen grünen Beruf zu ergreifen. Erst nach seinem Freiwilligen Ökologischen Jahr in einer Falknerei an der Mosel reifte in ihm die Idee, das Forststudium in Göttingen aufzunehmen. Nach seinem Studium und dem anschließenden Vorbereitungsdienst wurde er 2016 bei den Niedersächsischen Landesforsten eingestellt. Seitdem war er beim Niedersächsischen Forstplanungsamt für die Waldbiotopkartierung zuständig und landesweit unterwegs. Als die Försterei Holzurburg ausgeschrieben wurde, war für ihn klar, dass sich ihm jetzt die Chance bietet eine heimatnahe Verwendung zu übernehmen. „Dass es nun geklappt hat, ist ein Traum“, betonte Loewer.

Das Revier Holzurburg

Im Zuständigkeitsbereich der Försterei liegen sechs Naturschutzgebiete und einer der ältesten Naturwälder Niedersachsens. Auch wenn im Naturwald jegliche forstlichen Eingriffe untersagt sind, muss der zuständige Revierleiter doch jährlich einen Bericht anfertigen und sicherstellen, dass dort alle menschlichen Störungen vermieden werden. Die Berücksichtigung der Naturschutzbelange stellt bei allen forstlichen Arbeiten eine besondere Herausforderung dar. Loewer: „Aus meiner Tätigkeit als Biotopkartierer bringe ich für die vielfältigen Naturschutzaufgaben, die das Revier Holzurburg an mich stellt, bereits viel Erfahrung mit.“

Die Försterei Holzurburg zeichnet sich durch eine bunte Baumartenmischung und einen hohen Anteil an Altbeständen aus. Eine der Hauptaufgaben für den neuen Förster ist die vorsichtige Nutzung des starken Holzes mit Blick auf den nachwachsenden Wald. Loewer erklärte: „In vielen Fällen kann ich mit den natürlich vorkommenden Baumarten arbeiten, hier muss ich nur steuernd eingreifen. Aber da wo es nötig ist, werde ich durch Pflanzungen Nadelholzbestände in klimaangepasste, standortgerechte Mischwälder umwandeln. Holzurburg zeichnet sich bereits heute durch einen hohen Anteil an verjüngten Flächen aus, diesbezüglich ist hier bereits sehr gute Vorarbeit geleistet worden. Der Waldumbau mit den Mitteln des naturgemäßen Waldbaus ist hier weit vorangeschritten. Das Konzept der langfristigen ökologischen Waldentwicklung – kurz LÖWE – gilt es konsequent fortzuführen, damit die Wälder dem Klimawandel besser trotzen können.“

Quelle: NLF

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