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Das Projekt „50 Jahre Schutzwaldbewirtschaftung Schmirn-Lawinen” aus Tirol wird als Erfolgsprojekt geehrt.

Tiroler Projekt gewinnt Alpinen Schutzwaldpreis

Zum 14. Mal vergab die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Alpenländische Forstvereine den Alpinen Schutzwaldpreis – Helvetia. Dabei konnte das Projekt „50 Jahre Schutzwaldbewirtschaftung Schmirn-Lawinen“ einen Hauptpreis in der Kategorie „Erfolgsprojekte“ gewinnen.

Nominiert waren insgesamt 10 innovative Projekte und Ideen aus Österreich, der Schweiz, Bayern und Südtirol. Als Vorzeigebeispiele setzen sie sich für den Erhalt und die Pflege des alpinen Schutzwaldes ein. Landeshauptmann-Stellvertreter Geisler und politische Vertreter aus dem In- und Ausland haben an der Verleihung am 31. Januar in der Schweizer Stadt St. Gallen teilgenommen.

Nach den Lawinenkatastrophen in den 1950er- und 1960er-Jahren in Schmirn war die Zukunft des Tals durch Abwanderung sehr ungewiss. Wie in vielen anderen alpinen Tälern auch wurden großflächige Rodungen zur Gewinnung von Almen und Weideflächen durchgeführt. Die Wälder wurden über Jahrhunderte intensiv genutzt und beweidet. Damit verbunden entstanden zu den bereits vorhandenen Lawinenbahnen immer wieder neue Sturzbahnen, welche die Waldflächen laufend reduzierten.

Das Projekt „Schmirn-Lawinen“

Mit dem Projekt „Schmirn-Lawinen“ der Wildbach- und Lawinenverbauung Tirol konnten in den vergangenen 50 Jahren durch die Errichtung von Lawinenschutzbauten, aber vor allem durch die Hochlagenaufforstung und Schutzwaldpflege die Sicherheit in Hinblick auf Naturgefahren wesentlich verbessert werden. „Mehr Sicherheit für unsere Gemeinde und die Straßen im Tal bringt eine lebenswerte Zukunft für unsere Gemeindebürger“, zeigte sich Bürgermeister Vinzenz Eller vom langjährigen Projekt überzeugt. Die gemeinsamen Anstrengungen von Waldbesitzern, Gemeinde, Wildbach- und Lawinenverbauung, Forstdienst und Jägern haben dazu geführt, dass die Abwanderung aus dem Tal gestoppt wurde.

Die Jury lobte die Initiative und zeichnete sie dafür mit dem Alpinen Schutzwaldpreis – Helvetia aus. Mit der Auszeichnung von beispielhaften Projekten im Alpenraum wird die Öffentlichkeit für das Thema der Schutzwaldverbesserung sensibilisiert. Die Erhaltung und Verbesserung des Schutzwaldes hat im Alpenraum eine immens wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung. Nur dank der Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt wohnen und wirtschaften. Der Preis wird in drei Kategorien verliehen: „Schulprojekte“, „Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften“ und „Erfolgsprojekte“. Pro Kategorie werden beispielhafte Projekte ausgezeichnet. Die jeweils besten Projekte jeder Kategorie erhalten den Alpinen Schutzwaldpreis – Helvetia. Zum fünften Mal wird außerdem der sogenannte „Schutzwaldpate“ geehrt. Für sein langjähriges Engagement in zahlreichen Projekten zugunsten des Schutzwaldes wurde der St. Gallener Raphael Schwitter für das Jahr 2019 gekürt.

Hintergrund

Der Alpine Schutzwaldpreis – Helvetia will das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzwaldes fördern und Projekte auszeichnen und prämieren, die sich besonders für den Schutzwald einsetzen. Organisiert wird die Schutzwaldpreisverleihung von der ARGE Alpenländische Forstvereine, einem Zusammenschluss von acht Forstvereinen aus Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St. Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg. St. Gallen hat in diesem Jahr die Preisverleihung ausgerichtet. Seit 2014 ist die Versicherungsgruppe Helvetia Hauptsponsor des Schutzwaldpreises. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren für die Pflege und den Erhalt alpiner Schutzwälder.

Quelle: Tiroler Forstverein

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