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Timbear in Konkurs

Timbear in Konkurs

Der schwedische Forstmaschinenproduzent Timbear AB hat am 18. März Konkurs angemeldet. Das 2008 gegründete Unternehmen produziert die Kombimaschine Lightlog C, die ihre Premiere auf der Elmia Wood 2009 hatte. Sie besteht aus einer knickgelenkten, 97 kW starken Grundmaschine, die ihre Kraft über ein Kettenfahrwerk mit zwölf Rädern auf den Boden überträgt. Ausgerüstet mit 9-m-Kran Cranab FC 65 und Harvesteraggregat LogMax 928 erntet sie Holz bis 42 cm Fälldurchmesser. Umgebaut zu einem Forwarder mit einem zusätzlichen Sechsradanhänger rückt sie bis 13 t Holz – 6 t auf dem Hinterwagen und 7 t auf dem Hänger. Entwickelt hat die Maschine Jan Eriksson, der in den 1990er Jahren die später von Caterpillar übernommene Firma Skogsjan aufgebaut hatte. Er verkaufte sein Konzept an eine schwedische Investorengruppe, zu der neben Haupteigentümer Stig Engström, dem Gründer der Firma Engcon (Tiltrotatoren), auch die Finanzinvestoren Mittkapital und Ekonord Invest gehörten. Unter der Geschäftsleitung von Hansi Engström und mit zuletzt zwei Angestellten hat Timbear bis Mitte 2013 nach eigenen Angaben 17 Maschinen verkauft: 15 davon in Schweden, jeweils eine nach Litauen und Estland. Das war angesichts des selbstgesteckten Ziels von jährlich 20 bis 30 Maschinen offenbar nicht genug. Vor dem Hintergrund wachsender Bodenschutzbemühungen war der Timbear vielleicht auch seiner Zeit voraus …

Oliver Gabriel

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