Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Der Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Thüringen, Rolf Beilschmidt (li.) und ThüringenForst-Vorstand Volker Gebhardt unterzeichnen eine Kooperationsvereinbarung.

Thüringer Waldgipfel 2018

Anfang September fand der zweitägige Thüringer Waldgipfel unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in Ilmenau statt. Dort wurde eine wichtige Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landessportbund Thüringen und der ThüringenForst-AöR unterzeichnet.

Die Kooperationsvereinbarung vertieft die Zusammenarbeit beider Organisationen und macht den Wald noch mehr als bisher zur Sportarena. Dies geschieht mit Rücksicht auf das Ökosystem Wald und die heimische Forstwirtschaft.

Rund 1.500 Besucher fanden sich am Jagdmuseum Gabelbach ein und informierten sich nicht nur über die Sportausübung im Wald, sondern auch über die positiven Gesundheitswirkungen des Waldes, die allein schon ein gemütlicher Spaziergang durch die heimischen Forste bietet. Forstministerin Birgit Keller besuchte am Freitag den Waldgipfel und Gesundheitsministerin Heike Werner nutzte den Sonntag, um sich den Themen des Thüringer Waldgipfels zu widmen. Auch die Thüringer Landtagsabgeordneten Dagmar Becker, Steffen Harzer, Olaf Kießling, Maik Kowalleck, Thomas Rudy und Jörg Thamm nahmen am Thüringer Waldgipfel teil.

„Der erste Thüringer Waldgipfel 2018 in Ilmenau war ein voller Erfolg. Ich bin sicher, dass die Botschaften nachhaltig positiv in der breiten Bevölkerung wirken“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Insbesondere die Kooperationsvereinbarung mit dem Landessportbund Thüringen wird die Zusammenarbeit zwischen den Sportbünden und den Sportvereinen sowie den Forstämtern intensivieren. Denn Sport im Wald ist eine Massensportbewegung, die in Zukunft weiter zunehmen wird und deshalb kluge gemeinsame Entscheidungen beider Institutionen bedarf.

Neben Sportlern sehen auch Touristiker z. B. großen Nachholbedarf, Thüringen als „Mountainbiker-Eldorado“ zu vermarkten – was bei der Vielfachnutzung der forstlichen Wegeinfrastruktur, etwa durch Wanderer, Reiter oder den Waldbesitzer im Rahmen ordnungsgemäßer Waldwirtschaft selbst, zwangsläufig zu weiteren Konflikten führen werde.

„Es allen Waldsportlern recht zu machen, wird nicht möglich sein. Aber mit der Kompetenz unseres neuen Partners – dem Landessportbund- werden wir vermittelbare Kompromisse erreichen“, ist sich Gebhardt sicher.

Waldsprecher zeigen die Interessensvielfalt

Als Waldgipfel-Veranstalter fungierten erstmals die Waldsprecher, eine Interessensverbund etwa 35 verschiedener Organisationen, die aus der Forst- und Holzwirtschaft, dem Sport, der Gesundheit, dem Tourismus, der Landwirtschaft wie auch der Wissenschaft kommen. „Damit wurde unterstrichen, wie vielfältig die Ansprüche an den Wald sind, der wiederum in Thüringen über 180.000 Eigentümern gehört“, so Gebhardt.

Ein gesellschaftliches Verständnis für diese Komplexlage aus zehntausenden Waldeigentümern einerseits und zehntausenden unterschiedlichen Nutzern wie Jägern, Wanderern, Reitern, Bikern, Geo-Cachern usw. andererseits zu entwickeln, war und ist eine wichtige Botschaft dieses Waldgipfels. Der Förster als Moderator dieser teils völlig gegensätzlichen Nutzeransprüchen sowie Information, Kommunikation und gegenseitige Rücksichtnahme unter den Akteuren selbst sind hierbei wichtige Lösungsmuster.

Mit dem Thüringer Waldgipfel leistete der Freistaat einen wichtigen Beitrag zu den Mitte September veranstalteten „Deutschen Waldtagen“ 2018, initiiert durch das Bundeslandwirtschaftsministerium. Dieses hatte die Waldbesitzer der Länder unter dem Motto „Wald bewegt“ zu Aktionen aufgerufen. Der Thüringer Waldgipfel zeigte, dass das „Grüne Herz Deutschlands“ auch künftig Anspruch und Botschaft bleiben wird.

ThüringenForst

Auch interessant

von