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Rund 5.000 Besucher werden zum zweiten Thüringer Waldgipfel an diesem Wochenende in Hummelshain erwartet.

Thüringer Waldgipfel 2019

Am 7. und 8. September findet in Hummelshain (Saale-Holzland-Kreis) der zweite Thüringer Waldgipfel statt. Organisiert wird diese Fest des Waldes und der Jagd von den „Thüringer Waldsprechern“, das sind Organisationen und Unternehmen, die sich 2018 anlässlich der Deutschen Waldtage zusammengeschlossen haben. Mit dabei ThüringenForst-AöR.

Thüringens Forstministerin Birgit Keller, Thomas Zirkel vom Landessportbund und Volker Gebhardt, Vorstand der ThüringenForst-AöR, haben ihre Teilnahme zugesagt. Sie wollen gemeinsam über den aktuellen Zustand der Wälder informieren, aber auch die Nutz-, Schutz- und weitere Erholungsfunktionen erörtern und hierzu mit den Besuchern ins Gespräch kommen.

Erstmals wird der Thüringer Waldgipfel mit einem bestehenden Waldevent kombiniert. Die Veranstalter erwarten rund 5.000 Besucher. Ministerin Keller besondere Situation, in der sich die Wälder gerade befinden: „Mit dem Thüringer Waldgipfel lenken wir einmal mehr die Aufmerksamkeit auf die enorme ökologische und gesellschaftliche Bedeutung unserer Wälder. Und wir verdeutlichen, dass wir uns alle engagieren müssen, um ihn vor klimabedingten Gefahren zu schützen und für die kommenden Generationen zu bewahren. Das gelingt uns nur mit dem Waldumbau.“

„Wald bewegt“ als Motto

Schon im vergangenen Jahr hatten anlässlich des Thüringer Waldgipfels Anfang September in Ilmenau die Landesforstanstalt und der Landessportbund im Beisein von Forstministerin Birgit Keller feierlich eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und damit eine enge Zusammenarbeit von Forst und Sport für die Zukunft besiegelt. Zwar hat der Wald gemäß dem forstgesetzlichen Auftrag den allgemeinen Erholungsanforderungen zu entsprechen. „Sportler hingegen haben zunehmend mehr spezielle Anforderungsprofile, die über diese allgemeinen Anforderungen hinausgehen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Auch technologische Entwicklungen verändern das Anspruchsdenken: So führt die jüngst erfolgte Elektrifizierung von Mountain-Bikes zu einer absehbar zunehmenden Inanspruchnahme von Waldflächen für diese Sportart. Frühzeitig sollen derartige Entwicklungen erkannt und zwischen Sportlern und Forstleuten erörtert werden, um Problemfelder schon in der Entstehung einzugrenzen.

Thüringer Waldgipfel verstärkt 2019 bestehendes Waldevent

Erstmals kombinieren die Veranstalter in diesem Jahr den Thüringer Waldgipfel mit einem schon bestehenden Waldevent. Das zweitägige „Fest des Waldes und der Jagd“ in Hummelshain, erstmals 1972 durchgeführt, ist dafür wie geschaffen. Harvester- und Mobilsägevorführungen oder Pferderückemeisterschaften passen thematisch perfekt zum Thüringer Waldgipfel.

Plogging-Aktion lädt alle zum Mitmachen ein

Mit einer Plogging-Aktion sollen lauftalentierte Besucher aktiv einbezogen werden. Unter der trendigen Natursportart Plogging versteht man das kombinierte Jogging und Müllsammeln. Mit Handschuhen und Müllbeuteln versehen wird im Wald eine Strecke abgelaufen und Unrat eingesammelt. Der Vorteil ist doppelter Natur: Jogging stärkt die Gesundheit des Läufers und gleichzeitig tut dieser etwas für die Umwelt. Über die sozialen Netzwerke soll der Erfolg der Aktion anschließend zur Nachahmung verbreitet werden.

Das Thema „Wald bewegt“ geht auf eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zurück. Damit soll Sport, Erholung und Gesundheit im Wald in den forstpolitischen Fokus gerückt werden. Kooperationspartner ist der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB).

Red./ThüringenForst

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