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Auf Holzversteigerungen werden überdurchschnittliche Verkaufserlöse erzielt, so auch bei der ThüringenForst-Submission 2018.

Thüringer Laub- und Nadelholzsubmission 2018

Bei der 27. Thüringer Laub- und Nadelholzsubmission von ThüringenForst in Erfurt-Egstedt am 24. Januar 2018 wurden insgesamt 1.655 Fm (2017: 1.916 Fm) hochwertiges Säge- und Furnierholz versteigert.

Damit ging Wertholz im Gesamtwert von 610.234 € (2017: 730.000 €) aus 16 Thüringer Forstämtern, der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Nordthüringen und zwei sachsen-anhaltinischen Forstbetrieben an 35 in- und ausländische Holzkäufer, unter anderem aus Frankreich, Polen, Österreich und Dänemark. Teuerster Stamm war eine Eiche aus dem Privatwald des Thüringer Forstamtes Jena-Holzland, die einen Gesamterlös von 2.628 € erzielte. „Die Forst- und Holzbranche ist gerade für Thüringens ländliche Räume von enormer Bedeutung. 40.000 Menschen verdienen mit dem nachwachsenden Rohstoff ihren Lebensunterhalt. Dabei wird ein jährlicher Umsatz im Cluster Forst und Holz von über 2 Mrd. €generiert. Zu dieser regionalen Wertschöpfung, die das Geld im ländlichen Raum belässt, leitet ThüringenForst mit seinen Försterinnen und Förstern einen großen Beitrag“, sagt ThüringenForst-Vorstand Volker Gebhardt.

Eiche weiterhin stark nachgefragt, Buche bleibt schwach

Insgesamt 16 Baumarten, vor allem Eiche (853 Fm) und Esche (347 Fm), aber auch Lärchennadelholz (173 Fm) fanden ihre Abnehmer. „Den höchsten Verkaufspreis erzielend und damit „Braut“ der Submission ist ein 1,8 Fm starke Eiche aus einem Ostthüringer Privatwald, die für 1.460 €/Fm veräußert wurde“, so Gebhardt weiter. Der Stamm mit dem zweitbesten Erlös, ein 1,03 Fm starker Bergahorn für 1.117 €/Fm, kam aus dem Privatwald des Thüringer Forstamtes Hainich-Werratal. Gering war das diesjährige Angebot an Buche, häufigste Laubbaumart im Freistaat, da am Holzmarkt nur eine schwache Nachfrage besteht. Der Durchschnittserlös über alle Baumarten lag mit 410 €/Fm vier Euro pro Fm über dem letztjährigen Erlös.

Eine der größten Wertholz-Versteigerungen in Mitteldeutschland bei ThüringenForst

Die Versteigerung, eine der größten Mitteldeutschlands, erfolgt in schriftlicher, nicht öffentlicher Angebotsabgabe seitens der potenziellen Kunden. Hierfür wurden die die Stämme seit Dezember 2017 auf dem Versteigerungsplatz der ThüringenForst-AöR präsentiert. Kaufinteressierte geben sodann nach der Besichtigung ihre Angebote in einem verschlossenen Umschlag ab. Nach Öffnung und Auswertung der Gebote erhält der Meistbietende den Zuschlag. Nicht bebotene oder nicht zugeschlagene Stämme, 2018 waren dies 10 % der Gesamtmenge, werden im Nachgang frei Hand verkauft. Durch den größeren Kundenkreis und die nicht bekannten Angebotshöhen konkurrierender Mitbieter wird bei der Submission in der Regel ein deutlich höherer Holzpreis erzielt, als beim Verkauf im Wald, bei dem i.d.R. Massensortimente den Eigentümer wechseln.

Rekord-Stammerlös im Gegenwert eines Neuwagens

Der teuerste Stamm, der jemals auf einer Thüringer Submission verkauft wurde, war 2013 ein Bergahorn mit einer leicht gewellten, extrem seltenen Stammoberfläche für knapp 10.000 € pro Fm und einem Gesamterlös von fast 20.000 €. Derartige Spitzenerlöse sind allerdings selbst bundesweit selten, gleichwohl für alle Waldbesitzer von großer Faszination.

ThüringenForst

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