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Thüringer Landesforstverwaltung wird Anstalt öffentlichen Rechts

Die Thüringer Landesforstverwaltung soll vom Regiebetrieb in eine Anstalt öffentlichen Rechts umgewandelt werden. Das beschloss das Thüringer Kabinett am 17. August. „Die Strukturänderung ist notwendig, um auch in Zukunft die Arbeitsfähigkeit der Thüringer Forstverwaltung zu gewährleisten“, sagte der Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, Jürgen Reinholz.

Im Februar dieses Jahres hatte der Minister einen Arbeitsauftrag zur inhaltlich-strategischen und personell-organisatorischen Neuausrichtung der Thüringer Landesforstverwaltung an die eigens berufene Arbeitsgruppe „Forststruktur“ erteilt. Im Mai kamen die Ergebnisse, die in der Arbeitsgruppe paritätisch von allen Beschäftigtengruppen und der Personalvertretung erarbeitet wurden, auf den Tisch. Dabei wurden als Fazit zwei Varianten in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt: Eine Variante sah die Beibehaltung des Regiebetriebes in der Einheitsforstverwaltung vor, was angesichts des erforderlichen Finanz- und Personalbedarfs jedoch nicht realisierbar ist.

Die zweite Variante sieht die Errichtung einer Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) unter Beibehaltung der Einheitsforstverwaltung vor. Hierdurch werden
• sich, insbesondere für den operativen Geschäftsteil des Forstbetriebes, eine höhere Flexibilität und die Möglichkeit wirtschaftlicheren Handelns ergeben, was zugleich die Chance auf Neueinstellungen bietet;
• die neue Leistungs- und Kostenrechnung eine höhere Transparenz in der
Nachweisführung erbrachter Leistungen ermöglichen;
• bei bedarfsgerechtem Personal- und Sachkosteneinsatz weitere Effizienzpotenziale erschlossen und so der Landeszuschuss sukzessive reduziert.

„Das Gemeinschaftsforstamt bleibt erhalten, ebenso das bisherige Aufgabenspektrum“, sagte Reinholz.

Mit Unterstützung aller Beteiligten ist vorgesehen, den Gesetzentwurf zur Errichtung einer Landesforstanstalt bis Ende Oktober 2010 in den Thüringer Landtag einzubringen.

TMLFUN

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