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Bei der Thüringer Laub- und Nadelholzsubmission am 24. Januar wurden 1.532 Festmeter (2018: 1.655 Fm) hochwertiges Säge- und Furnierholz angeboten.

Thüringer Laub- und Nadelholzsubmission 2019

Bei der diesjährigen Thüringer Laub- und Nadelholzsubmission bei Erfurt wurden 1.532 Festmeter edelster Werthölzer in 1.114 Losen angeboten. Der Eichenboom hält weiter an – Esche und Kirschbaum legten zu

Bei der 28. Thüringer Laub- und Nadelholzsubmission der Landesforstanstalt in Erfurt-Egstedt am 24. Januar wurden insgesamt 1.532 Festmeter (2018: 1.655 Fm) hochwertiges Säge- und Furnierholz angeboten. 1.401 Fm Holz wurden verkauft (91 %). Damit ging Wertholz im Gesamtwert von rund 580.000 € (2018: 610.000 €) aus 16 Thüringer Forstämtern, der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Nordthüringen, der Stadt Mühlhausen und zwei sachsen-anhaltinischen Forstbetrieben an 27 in- und ausländische Holzkäufer, unter anderem aus Frankreich und Österreich. Teuerster Stamm war eine Eiche aus dem Kommunalwald des Forstamtes Naumburg, die einen Gesamterlös von 2.400 € erzielte.

Der Wald in Thüringen wird immer vorratsreicher

„Die jährliche Holzsubmission ist für die Vermarktung besonders wertvoller Bäume aus Thüringens Wäldern von enormer Bedeutung“, sagte Thüringens Forstministerin Birgit Keller. „Hier kann für Werthölzer ein angemessenes Preisniveau erreicht werden. Wenn für die verschiedenen Baumarten eines artenreichen Mischwaldes ein guter Markt besteht, hilft das der Forstwirtschaft und den privaten Waldbesitzern dabei, den Waldumbau voranzutreiben. Deshalb setzen wir bei der Waldbewirtschaftung den Umbau zu klimastabilen und nachhaltig leistungsfähigen Mischbeständen aus heimischen Baumarten konsequent fort. Die Ergebnisse der regelmäßigen Bundeswaldinventur belegen: Der Wald in Thüringen wird immer vorratsreicher, älter, gemischter und naturnäher.“

Eiche weiterhin stark nachgefragt, Buche bleibt schwach

Insgesamt 21 Laub- und Nadelbaumarten, vor allem Eiche (987 Fm) und Esche (322 Fm), aber auch Lärchennadelholz (85 Fm) fanden ihre Abnehmer. Den höchsten Verkaufspreis erzielend und damit „Braut“ der Submission ist eine 1,5 Festmeter starke Eiche aus dem Kommunalwald des sachsen-anhaltinischen Forstamtes Naumburg, die für 1.589 €/Fm veräußert wurde, so ThüringenForst-Vorstand Volker Gebhardt. Weitere Spitzenergebnisse erzielten Stämme von Bergahorn, Kirschbaum und Lärche. Gering war, wie schon 2018, das diesjährige Angebot an Rotbuche, häufigste Laubbaumart im Freistaat, weil am Holzmarkt nur eine schwache Nachfrage besteht. Der Durchschnittserlös über alle Baumarten lag mit 414 €/Fm um 4 €/Fm über dem letztjährigen Erlös.

Ein Viertel des angebotenen Holzes auf dem Submissionsplatz kam aus dem Staatswald, 44 % aus dem Privatwald und 30 % aus dem Kommunalwald.

Eine der größten Wertholz-Versteigerungen in Mitteldeutschland

Die Versteigerung, eine der größten Mitteldeutschlands, erfolgt in schriftlicher, nicht öffentlicher Angebotsabgabe seitens der potenziellen Kunden. Hierfür wurden die Stämme seit Dezember 2018 auf dem Submissionsplatz der ThüringenForst-AöR präsentiert. Kaufinteressierte, vorwiegend aus der Furnier-, Möbel- und Sägebranche, geben nach der Besichtigung ihre Angebote in einem verschlossenen Umschlag ab. Nach Öffnung und Auswertung der Gebote erhält der Meistbietende den Zuschlag. Nicht bebotene oder nicht zugeschlagene Stämme, 2019 rund 9 % der Gesamtmenge, werden im Nachgang „frei Hand“ verkauft.

Durch den größeren Kundenkreis und die nicht bekannten Angebotshöhen konkurrierender Mitbieter wird bei der Submission in der Regel ein deutlich höherer Holzpreis erzielt, als beim Verkauf im Wald, bei dem i.d.R. Massensortimente den Eigentümer wechseln.

ThüringenForst/Red.

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