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Thüringer Forstbericht 2010

Thüringer Forstbericht 2010

Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz hat den Forstbericht 2010 (Berichtsjahr 2009) vorgelegt. Zusätzlich wird im Waldzustandsbericht die Waldschutzsituation im Jahr 2010 analysiert.

Die Ergebnisse der Waldschadenserhebung 2010 zeigen ein etwas besseres Bild
als im Jahr 2009. In Thüringen sind 32 % der Waldfläche als deutlich geschädigt (Schadstufen 2 bis 4), 42 % als schwach geschädigt (Schadstufe 1) und 26 % ohne Schadmerkmale (Schadstufe 0) ausgewiesen worden. Der Flächenanteil deutlicher Schäden ging um 3 % gegenüber der vorjährigen Erhebung zurück. Die mittlere Kronenverlichtung aller Baumarten hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 23,1 % auf 21,7 % verringert.

Die Fichte, welche in Thüringen auf 43 % der Waldfläche stockt, weist von den Hauptbaumarten die geringsten sichtbaren Schäden auf; die mittlere Kronenverlichtung liegt bei 17,6 % (gegenüber 2009: -2 %). Der Waldflächenanteil der Kiefer beträgt rund 16 %; die mittlere Kronenverlichtung 26,6 % (-1,1 %). Mit einem Waldflächenanteil von 20 % ist die Buche die häufigste Laubbaumart in Thüringen; ihre mittlere Kronenverlichtung liegt bei 24,2 % (-1,4 %). Die Eiche stockt auf 7 % der Waldfläche und weist eine Verlichtung von durchschnittlich 29,5% auf (Niveau 2009).

2010 fielen etwa 339000 Fm Wurf- und Bruchholz an. Die größte Schadholzmenge verursachte das Sturmtief Xynthia Ende Februar 2010, welches allein im Nadelholz 130000 Fm Schadholz verursachte.

Die Buchdrucker-Stehendbefallsmenge für die Monate Juni bis August des neuen Borkenkäferjahres war die niedrigste seit 2003.

fp

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