Holzverkauf und Holzpreise

Thüringer Eiche legt um 47 % zu

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Bei der 31. Laub- und Nadelholzsubmission der ThüringenForst-AöR traf ein gegenüber 2021 geringeres Submissionsholzangebot auf einen aufnahmefähigen Markt. Die Eiche war stark nachgefragt.

Bei der 31. Laub- und Nadelholzsubmission der ThüringenForst-AöR in Erfurt-Egstedt am 27. Januar wurden 977 Fm Wertholz (2021: 1.500 Fm, -35 %), davon 877 Fm (90 %) Laub- und 100 Fm (10 %) Nadelholz, aus allen Waldeigentumsarten angeboten. Schwerpunkte waren unter den 14 Baumarten das Eichenangebot mit 675 Fm (69 %), neben der Esche mit 121 Fm (12 %) und Lärche mit 73 Fm (7,5 %).

Geringeres Angebot, mehr Bieter

Das gegenüber dem Vorjahr rückläufige Mengenangebot führt die ThüringenForst-AöR auf die Trockenschäden der letzten Jahre sowie auf die beschränkten Arbeitskapazitäten zurück, die in den vergangenen Monaten schwerpunktmäßig mit der Borkenkäfer-Schadholzbeseitigung unter Pandemiebedingungen gebunden waren.

Insgesamt 39 Bieter (2021: 30 Bieter) aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Dänemark reichten Gebote ein.

Höherer Durchschnittspreis

Der Durchschnittspreis über alle Baumarten hinweg stieg um 44 %, von 399 €/Fm im Vorjahr auf aktuell 575 €/Fm. Hauptverantwortlich dafür ist die Eiche. Sie erzielte einen Durchschnittserlös von 696 €/Fm und lag damit 47 % über dem Vorjahreswert von 475 €/Fm. Auch die Esche konnte mit 279 €/Fm (2021: 234 €/Fm, +19 %) wie die Lärche mit 320 €/Fm (2021: 242 €/Fm, +32 %) zulegen.

Spitzengebote

99 % des angebotenen Holzes fand einen Käufer. Der Gesamtwert des veräußerten Wertholzes beträgt knapp 560.000 €. Das Spitzengebot hat mit 1.779 €/Fm ein 2,6 Fm starker Eichenstamm aus dem beteiligten sachsen-anhaltinischen Betreuungsforstamt Naumburg erzielt. Der teuerszte Stamm aus dem ausrichtenden Forstamt Erfurt-Willrode erzielte immer 1.489 €/Fm.

Quelle: ThüringenForst