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Thüringer Auftaktveranstaltung zum Internationalen Jahr der Wälder

Thüringer Auftaktveranstaltung zum Internationalen Jahr der Wälder

Am 21. März 2011 startete die Erstaufforstung für den Artenschutzwald mit einer Pflanzaktion, bei der die ersten Bäume durch Minister Jürgen Reinholz, Matthias Wierlacher, Landesvorsitzender der SDW Thüringen, Bernd Becker und Dr. Volker Düssel-Geschäftsführender Vorstand der SDW Thüringen, Dr. Chris Freise-Leiter des Forstamtes Erfurt-Willrode und  Vertreter der Gemeinde Nohra Ortsteil Utzberg gepflanzt wurden.
Gerade in Zeiten globaler Klimaveränderungen ist die biologische Vielfalt mit einem breiten Artenspektrum die beste Basis zur Sicherung stabiler und leistungsfähiger Wälder damit deren Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen auch in den nächsten Jahrhunderten erhalten bleiben können. Denn auch heute ist noch in vielen Ländern der Erde das Vorhandensein von Wald, seine Wertschätzung und ein pfleglicher Umgang mit ihm, keine Selbstverständlichkeit. Jedes Jahr werden weltweit 13 Millionen Hektar Wald durch menschlichen Einfluss zerstört. Dieser Verlust von Wäldern gefährdet die wirtschaftlichen und ökologischen Grundlagen auf lokaler, regionaler und globaler Ebene. Aus diesem Grund hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2011 zum „Internationalen Jahr der Wälder“ erklärt. Dabei soll weltweit auf die besondere Bedeutung des Waldes und einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung sowie auf die Bekämpfung der Armut hingewiesen werden.

Desgleichen hatte die Welternährungsorganisation FAO Ende der 70er Jahre als Reaktion auf die globale Waldvernichtung den 21. März zum „Internationalen Tag des Waldes“ ausgerufen. Leider blieb dieser wichtige internationale Umwelttag in vielen Ländern fast unbeachtet – und das, obwohl die Probleme des Waldes weltweit von Jahr zu Jahr größer werden. So verschwinden jährlich in den Tropen und den borealen Wäldern unverändert Millionen von Hektar an Wald, werden Wälder in zahlreichen Ländern durch das ungezügelte Wirtschaften der Menschen in ihrer Substanz bedroht.

Dabei wissen wir, dass Wälder Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sind. Wälder sind komplexe und einzigartige Ökosysteme und vielfach mit einer besonders reichhaltigen und aufeinander abgestimmten biologischen Vielfalt ausgestattet. Viele Tier- und  Pflanzenarten, darunter zahlreiche seltene und gefährdete Arten, sind ausschließlich an Waldökosysteme gebunden.

Auf den Wald und die biologische Vielfalt, die er repräsentiert, wirken unterschiedliche menschliche Einflüsse ein. So wird der Wald in Zeiten des Klimawandels besonders gefordert. Nach wie vor ist die Belastung der Wälder durch Luftschadstoffe zu hoch. Einerseits drohen  direkte Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere aufgrund erhöhter Konzentrationen giftiger Schadstoffe, andererseits gefährden z.B. Bodenversauerung, Schwermetalle im Boden und organische Schadstoffe auch entlegene Waldökosysteme.

Dringend gefordert sind wirksame, völkerrechtlich verbindliche, internationale Regeln zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Wälder – dafür macht sich auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stark!
SDW Thüringen

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