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Thüringens Umweltminister: Tag der Tropenwälder keine Entwarnung

Thüringens Umweltminister: Tag der Tropenwälder keine Entwarnung

Weltweit werden jährlich etwa 13 Mio. ha Wald – eine Fläche etwa von der Größe Griechenlands – zerstört, ein Großteil hiervon in den Tropen. „Vor dem Hintergrund des dramatischen Tropenwaldverlustes ist der Wert einer nachhaltigen, naturnahen Forstwirtschaft zur Sicherung unserer heimischen Wälder nicht hoch genug einzuschätzen“, erklärte am 13. September Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz in Erfurt.
Im Freistaat Thüringen ist in den letzten zehn Jahren die Waldfläche um fast 400 ha gestiegen – trotz Verluste zum Bau von Verkehrsachsen und Erschließung von Industrie- bzw. Siedlungsraum. Im gleichen Zeitraum blieb der Holzeinschlag nahezu auf gleicher Höhe, ThüringenForst nutzt nur 80 bis 90 % des möglichen Holzzuwachses aus. So stieg nicht nur die Waldfläche in Thüringen an, auch die Holzvorräte liegen im Freistaat mit rund 300 Festmeter pro Hektar auf hohem Niveau. Das Waldgebiet Thüringens umfasst etwa 540.000 ha.
 „Wer aktiv etwas gegen die weltweite Tropenwaldzerstörung tun will, der sollte global denken und lokal handeln, so zum Beispiel beim Kauf von Holzprodukten auf Nachhaltigkeits-Zertifikate achten oder ganz einfach heimische Hölzer statt Meranti oder Teak wählen“, sagte der Minister. Douglasien- oder Lärchenholz etwa, Eiche und Robinie stehen in der Haltbarkeit den Tropenhölzern kaum nach. Und stammen garantiert aus naturnaher und nachhaltiger Forstwirtschaft.
TMLFUN

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