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ThüringenForst zur Aufforstungsplanung 2017

ThüringenForst zur Aufforstungsplanung 2017

ThüringenForst, mit 200.000 ha flächengrößter Waldbesitzer im Freistaat, gibt seine diesjährige Aufforstungsplanung bekannt.

Mehrere hunderttausend Waldbäume werden in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Weißtanne, in den landesweit 24 Forstämtern auf insgesamt 850 ha gepflanzt.
Auf zusätzlichen 31 ha (2016: 18 ha) ist die Einbringung von 410 kg Saatgut, ebenfalls Weißtanne, aber auch Eiche und Birke vorgesehen.
Rund die Hälfte der Aufforstungen erfolgt im Landesprogramm Waldumbau, die andere Hälfte in der betrieblichen Walderneuerung.
Weißtanne und Eiche statt Fichte
„Statt auf die klimasensible Fichte setzen wir verstärkt auf die die Trockenheit besser vertragende Weißtanne und Eiche. Ihre Anteile sollen in den nächsten Jahren im Staatswald angemessen erhöht werden, was nur mit künstlicher Verjüngung gelingen kann“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.
Wichtiges Qualitätsmerkmal sind bei diesem sensiblen Pflanzgut die Frische und die gesicherte genetische Herkunft. Das Saatgut wird in eigenen, zertifizierten Wäldern geerntet und in der staatlichen Samendarre in Fischbach aufbereitet. Von dort aus gelangt es zur betriebseigenen Forstbaumschule Breitenworbis, wo entweder das Saatgut zur Anzucht von Jungpflanzen dient, oder direkt an die Forstämter zur Ausbringung geliefert wird. Aus 1 kg Saatgut können bis zu 35.000 Pflanzen entstehen.
Mehr Saat, weniger Pflanzung
Die Begründung von Waldbeständen durch Saat hat in der Forstwirtschaft eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Der Vorteil von Saaten liegt in der höheren Robustheit der aus dem Saatgut keimenden Pflanzen, der Effizienz des Ausbringungsverfahrens und in den gegenüber der Pflanzung geringeren Kosten.
ThüringenForst wendet seit 2016 verstärkt sowohl die Tannen- als auch die Buchensaat an. Das Saatgut wird hierbei mit einem Pflug in eine Bodenfurche verbracht. Zuvor durchgeführte Durchforstungen sorgen dafür, dass genügend Licht auf den Waldboden fällt und Keimung sowie Wachstum der zarten Pflänzchen fördert.
„Allerdings bedarf jede Art der Walderneuerung ökosystemverträglicher Wilddichten. Denn das Wild vertilgt beides gern: Das Saatgut wie auch den Sämling“, so Gebhardt abschließend.
ThüringenForst

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